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Nach Absturz von russichem Airbus : Sicherheitsbehörden prüfen Video – Airlines meiden Sinai-Halbinsel

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Ist auf die russische Passagiermaschine ein Terroranschlag verübt worden? Ein Video soll den Abschuss der Maschine zeigen.

Berlin | Die deutschen Sicherheitsbehörden prüfen ein Video, das möglicherweise einen Terroranschlag auf die in Ägypten abgestürzte russische Passagiermaschine zeigt. Das Video sei im „Gemeinsamen Internetzentrum“ (GIZ) betrachtet worden, teilte eine Sprecherin des Bundeskriminalamtes (BKA) am Donnerstag in Wiesbaden mit. Sie bestätigte damit einen Bericht der Zeitung „Die Welt“. Eine Aussage, ob es tatsächlich den Absturz der russischen Maschine am vergangenen Samstag zeigt, könne vom BKA nicht getroffen werden.

Nach dem Start in Scharm el Scheich war am Samstag der Airbus A321 der sibirischen Firma Kolavia über der Sinai-Halbinsel abgestürzt. 224 Menschen kamen ums Leben. Die Unglücksursache ist bisher unklar. Es ist das schwerste Unglück in der Geschichte der russischen Luftfahrt. Behörden in den USA und Großbritannien gehen von einem Anschlag aus.

Dem Bericht der „Welt“ zufolge ist auf dem Video, das am Wochenende auf der Plattform Youtube aufgetaucht sein soll, eine Explosion zu sehen. Anschließend stürzt eine brennende Maschine zu Boden. Das Video soll zudem mit einem Logo eines ägyptischen Ablegers der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) versehen sein.

Großbritannien hält einen Bombenanschlag für wahrscheinlich. Im 2007 entstandenen GIZ zur Bekämpfung des islamistischen Terrorismus im Internet beobachten Sicherheitsbehörden unter Federführung des Bundesamtes für Verfassungsschutz einschlägige Webseiten.

Unterdessen haben nach anderen internationalen Airlines auch deutsche Unternehmen ihre Flüge nach Scharm el Scheich auf der Sinai-Halbinsel eingestellt. Nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) in Berlin befinden sich derzeit rund 2000 deutsche Gäste in Scharm el Scheich und im nahe gelegenen Dahab.

Wie die Lufthansa am Donnerstag in Frankfurt mitteilte, betrifft der Flugstopp insgesamt zwei geplante Flüge der Gesellschaften Eurowings ab Köln/Bonn und Edelweiss ab Zürich nach Scharm el Scheich. Beide sind Mitglieder der Lufthansa-Gruppe.

Schon seit dem vergangenen Samstag umfliegen die Fluggesellschaften der Lufthansa-Gruppe den Sinai. Kairo werde weiter angeflogen und sei nicht betroffen, teilte Lufthansa mit.

Flugzeuge der Air Berlin und ihrer österreichischen Tochter Niki machen wegen des Flugzeug-Absturzes auf dem Sinai ebenfalls einen Bogen um die ägyptische Halbinsel. Es werde eine Route weiter westlich geflogen, teilte ein Sprecher mit. Die zweitgrößte deutsche Airline fliegt in Ägypten nach Hurghada und Marsa Alam. Der nächste Vollcharter-Flug von Niki nach Scharm El Scheich an diesem Samstag werde derzeit überprüft.

Die Unternehmen Condor und Tuifly umfliegen die Halbinsel ebenfalls.

Scharm el Scheich sei von diesen Airlines auch vorher nicht angeflogen worden, teilte der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrsgesellschaft (BDL) in Berlin auf Anfrage mit.

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erstellt am 05.Nov.2015 | 15:58 Uhr

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