zur Navigation springen

DNA-Abgleich : Sextäter 26 Jahre nach der Tat gefasst

vom

Ein DNA-Abgleich führte die Ermittler zu ihm: Ein 45 Jahre alter Mann ist in Osnabrück festgenommen worden. Er soll 1987 eine Neunjährige missbraucht und getötet haben. Er hat gestanden. In Schleswig hofft die Polizei auf ähnliches Glück.

Osnabrück/Schleswig | Fast 26 Jahre nach dem Sexualmord an der neunjährigen Christina aus Osnabrück hat die Polizei den mutmaßlichen Täter geschnappt. Der 45-Jährige habe ein Geständnis abgelegt, teilte die Staatsanwaltschaft Osnabrück in Niedersachsen heute Morgen mit. Der Mann habe eingeräumt, das Mädchen umgebracht zu haben, um die Vergewaltigung zu vertuschen. Ein DNA-Abgleich hatte die Ermittler auf die Spur des Mannes gebracht. Der Tatverdächtige sitzt seit gestern in Untersuchungshaft.

Hinweise auf weitere Straftaten des mutmaßlichen Mörders gebe es nicht. Die Überprüfung sei aber noch nicht abgeschlossen, teilten die Ermittler auf einer Pressekonferenz in Osnabrück mit. Christina war 1987 sexuell missbraucht und danach erstickt worden. Sie war ihrem Mörder morgens auf dem Weg zur Schule begegnet. Erst als sie mittags nicht nach Hause kam, erfuhr ihre Mutter, dass Christina gar nicht in der Schule angekommen war. Polizisten gingen daraufhin den Schulweg des Kindes ab und entdeckten die Leiche auf einem brachliegenden Kleingartengrundstück in einer Bude, die Kinder unter einem Baum gebaut hatten.

Auch in Schleswig hofft die Polizei auf Erfolg in der Aufklärung einer lange zurückliegenden Tat. Anfang Juni hatten die Ermittler zu einem Massengentest aufgerufen, um den Mord an der Rentnerin Erna Ganz im Jahr 1982 aufzuklären. Die Auswertung der 700 genommenen Proben sei zu zwei Dritteln abgeschlossen, heißt es von der Polizei. 1055 Männer waren am Wochenende des 7. Juni zur freiwilligen Abgabe einer Speichelprobe in Schleswig aufgerufen.

zur Startseite

von
erstellt am 17.Sep.2013 | 08:01 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen