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Hilfsaktion für Flüchtlinge : „Sea-Watch“ will mit dem Schlauchboot vor Lesbos Menschen retten

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Viel Platz ist auf dem neuen Rettungsboot von „Sea-Watch“ nicht. Dafür ist es schnell und kann vor der Insel Lesbos flexibel eingesetzt werden.

Hamburg | Mit einem schnellen Schlauchboot startet die private Initiative „Sea Watch“ aus Brandenburg einen neuen Einsatz zur Rettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer. Vor der Insel Lesbos werden ehrenamtliche Helfer die griechische und türkische Küstenwache unterstützen. „Die Rettungskapazitäten vor Ort reichen nicht aus“, sagte Sea-Watch-Sprecher Ruben Neugebauer am Freitag bei der Vorführung des 7,50 Meter langen Schlauchboots „Sea-Watch-Rib“ im Hafen von Hamburg-Harburg.

Am Samstag soll das bis zu 40 Knoten schnelle Boot mit einem Hänger an die griechische Küste gebracht werden und von dort aus nach Lesbos übersetzen, wo es von nächster Woche an Leben retten soll. „Es gibt verschiedene Einsatzszenarien“, sagte der Sprecher. In erster Linie wollen die Helfer in der Ägäis patrouillieren und nur in akuten Notfällen eingreifen. „Sollte ein Boot kentern, werden wir es abschleppen oder die Leute zu uns holen.“ Auch im Wasser treibende Flüchtlinge wolle man „rausfischen“. Für die Erste Hilfe befinde sich medizinisches Personal an Bord.

Täglich kämen bis zu 20 Flüchtlingsboote auf Lesbos an. Wegen der schlechten Wetterbedingungen komme es immer wieder zu Unglücken. „Wir glauben, dass die einzige Lösung für dieses Problem eine legale Einreiseroute für Flüchtlinge ist“, sagte Neugebauer. Solange es das nicht gebe, müsse man eben andere Wege finden. „Zuschauen ist für uns keine Option.“

Bereits im Sommer hatte die Initiative mit einem umgebauten Kutter Flüchtlingshilfe zwischen Libyen und der italienischen Insel Lampedusa geleistet. Die Einsätze werden mit Spenden finanziert.

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Die „Sea-Watch“ im Hafen von La Coruna, Spanien Foto: dpa
 
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erstellt am 06.Nov.2015 | 14:56 Uhr

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