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Baden-Baden : Schwimmlehrer soll Kinder sexuell missbraucht haben – Polizei prüft Verdachtsfälle

vom

Bislang liegen gegen den Schwimmlehrer zwei Anzeigen vor. Doch das Dunkelfeld ist wohl wesentlich größer.

shz.de von
erstellt am 10.Nov.2017 | 14:14 Uhr

Baden-Baden | Nach Vorwürfen gegen einen Schwimmlehrer aus Baden-Baden wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern prüft die Polizei, ob es weitere Verdachtsfälle gibt. Auf ein Schreiben des Polizeipräsidiums Offenburg an alle Schwimmschüler des Mannes hin hätten sich acht Eltern gemeldet, sagte Staatsanwalt Michael Klose am Freitag in Baden-Baden. Diese Zahl stamme vom Montag und könne sich inzwischen erhöht haben. Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft.

Die Polizei in Offenburg machte zu dem Fall keine Angaben. Gegen den 33 Jahre alten selbstständigen Schwimmlehrer liegen laut Klose zwei Anzeigen von Eltern fünfjähriger Mädchen vor. „Es gibt ein Dunkelfeld, das wir versuchen aufzuklären.“ Die Anklagebehörde wirft dem Mann „schwerwiegende sexuelle Handlungen an Kindern“ vor. Sie geht davon aus, dass die Taten unter Wasser, außerhalb des Beckens und auch in Umkleiden geschahen.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurden laut Staatsanwaltschaft Videos sichergestellt, auf denen mit einer Unterwasserkamera aufgenommene Delikte zu sehen waren. Es gebe bislang keine Hinweise auf Handel mit diesem Material. Der nicht vorbestrafte Beschuldigte hülle sich in Schweigen, hieß es weiter. Der Mann hatte in den vergangenen Jahren Hunderte Kinder unterrichtet. Die Ermittlungen – insbesondere zur Frage, wie viele mutmaßliche Missbrauchsfälle es gibt – werden noch Monate dauern, wie Klose erläuterte.

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