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Voller Erfolg für „Aktion Arschloch“ : „Schrei nach Liebe“ von Die Ärzte wieder in den Charts

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Großer Download-Run auf Die Ärzte-Song „Schrei nach Liebe“. Nach 22 Jahren ist der Titel wieder in den deutschen Charts.

shz.de von
erstellt am 04.Sep.2015 | 18:41 Uhr

Berlin | Die „Aktion Arschloch“ entwickelt sich in Deutschland zu einem vollen Erfolg. Der private Initiator hatte sich das Ziel gesetzt, mit dem „Ärzte“-Hit „Schrei nach Liebe“ von 1993 wieder in die Radios, die deutschen Charts und damit das Bewusstsein der Menschen zu kommen. Damit möchte er ein Zeichen setzten gegen den Rassismus, der sich momentan in den Protesten gegen die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland, zum Beispiel im sächsischen Heidenau, zeigt.

„Schrei nach Liebe“ ist das vielleicht bekannteste Lied der Band Die Ärzte und wurde 1993 als erste Single nach der Wiedervereinigung der Gruppe veröffentlicht. Mit dem Song positionierte sich die Band erstmals deutlich gegen politisch-rechte Einstellungen und Neonazis.

Der Initiator ruft dazu auf, den Song bei  iTunesGoogle PlayAmazonMediaMarkt oder direkt bei Die Ärzte zu kaufen und zu bewerten, ihn sich bei Radiosendern oder in Clubs zu wünschen, das Video auf YouTube abzuspielen und andere ebenfalls zum mitmachen aufzufordern. Außerdem ruft „Aktion Arschloch“ dazu auf, Flüchtlingen zu helfen, etwa durch Geldspenden.

Seit Jahrzehnten Kult: Farin, Bela und Rod alias Die Ärzte begeistern auch in der ausverkauften Stadthalle ihr Publikum.
Seit Jahrzehnten Kult: Farin, Bela und Rod alias Die Ärzte. Foto: Georg Scharnweber

Laut dem Marktforschungsunternehmen GfK Entertainment war der Song am Donnerstag der meistgeladene Titel Deutschlands. „Schrei nach Liebe“ stürmte demnach direkt an die Spitze und setzte mehr Exemplare ab, als die Positionen zwei bis sieben zusammen. Der 22 Jahre alte Song landet in den Offiziellen Deutschen Charts, die neben Downloads auch physische Verkäufe und Premium-Musik-Streams berücksichtigen, auf dem zwölften Platz, heißt es in dem Bericht. In den iTunes Charts schaffte es der Titel in die Top-100-Downloads und landete auf dem 76. Platz.

Die Band gab bereits bekannt, dass sie die Aktion befürworten. „Wir wollen an der Sache definitiv nichts verdienen und werden alle Einnahmen von „Schrei nach Liebe“ (auch aus der GEMA) an Pro Asyl spenden“, schreibt die Gruppe auf der eigenen Homepage.

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