"Darfur" : Schockierendes Drama von großer Realitätstreue

Uwe Bolls neuer Film "Darfur" wurde vor Ort mit vielen Laiendarstellern gedreht und rüttelt wegen seiner authentischen Stimmung auf.

shz.de von
27. April 2010, 02:14 Uhr

Uwe Boll ("Alone In The Dark"), vielgeschmähter Spezialist für die Verfilmung von Horror und Videospielen und Träger der Goldenen Himbeere für das "schlechteste bisherige Lebenswerk", präsentiert nun ein politisches schockierendes Drama von großer Realitätstreue. "Darfur", eine Region im Westen des afrikanischen Staates Sudan, ist seit langem im Ausnahmezustand. Arabische Milizen, die Dschandschawid, ziehen dort durch die Dörfer, um zu morden, zu vergewaltigen und zu plündern. Die Einwohner stehen den Eindringlingen machtlos gegenüber. Als eine Gruppe von amerikanischen Journalisten erfährt, dass eine dieser marodierenden Banden auf dem Weg in das Dorf ist, wo sie sich gerade befinden, geraten sie in einen Gewissenskonflikt: Sollen die Journalisten bleiben und den Dorfbewohnern gegen die Milizen helfen, oder sollen sie flüchten und fortan mit der Last leben, dass sie Menschen im Stich gelassen haben. Bolls neuer, eher untypischer Film wurde vor Ort mit vielen Laiendarstellern gedreht und rüttelt wegen seiner authentischen Stimmung auf.

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