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G20-Krawalle : Schneller Abgang: Bosbach verlässt „Maischberger“-Talk nach Streit mit Ditfurth

vom

Zwischen der ehemaligen Grünen Jutta Ditfurth und dem CDU-Politiker entbrannte beim Thema G20 eine heiße Diskussion.

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erstellt am 13.Jul.2017 | 08:40 Uhr

Berlin | Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach hat nach einer hitzigen Diskussion mit der früheren Grünen-Politikerin Jutta Ditfurth wutentbrannt die ARD-Talksendung „Maischberger“ verlassen. „Frau Ditfurth ist persönlich, vom Verhalten und ihrer Argumentation unerträglich. Das muss ich nicht mitmachen“, sagte der Bundestagsabgeordnete und verließ am Mittwochabend vor laufenden Kameras die Gesprächsrunde über die Krawalle während des Hamburger G20-Gipfels. Ditfurth konterte, der CDU-Mann sei eine „kleine Mimose“, dabei habe er doch so lange im Bundestag gesessen.

Beim Thema G20 kam es bereits bei der Talk-Show „Anne Will“ zu ungewöhnlichen Vorkomnissen. Als Peter Altmeier gefragt wurde, wer Schuld an den Ausschreitungen rundum das Gipfeltreffen sei, fiel das Bild aus.

Bosbach hatte Ditfurth bei „Maischberger“ unter anderem vorgeworfen, die Krawalle zu verharmlosen und den ebenfalls in der Talkrunde sitzenden Hamburger Hauptkommissar Joachim Lenders mehrfach „in geradezu unverschämter Weise angegangen“ zu haben. Ditfurth dagegen hatte unter anderem gesagt, in Hamburg seien Menschen in ihren Grundrechten verletzt und nicht-vermummte Journalisten verprügelt worden, weil anderswo „einige Leute schwarz gekleidet“ waren.

 

Nach Bosbachs Abgang bat Moderatorin Sandra Maischberger seine Kontrahentin, das Podium ebenfalls zu verlassen, um „die Parität“ in der Runde wieder herzustellen. Ditfurth blieb aber sitzen. „Mit ihrem Sitzenbleiben trotz Aufforderung zum Verlassen der Sendung hat Frau Ditfurth ihre Haltung ganz deutlich gemacht: „Ich mache, was ich will, ohne Rücksicht auf andere“, sagte Bosbach später „Focus Online“.

Im Nachhinein wäre es aus seiner Sicht „vielleicht besser gewesen, noch früher zu gehen. Die permanente Mischung aus Dazwischenquatschen und Grimassenschneiden von Frau Ditfurth war eine echte Zumutung.“

Auch Jutta Ditfurth musste nach der Talksendung noch etwas loswerden und richtete sich am frühen Donnerstagmorgen via Twitter an Bosbach:

Ditfurth sitzt für die Wählervereinigung ÖkoLinX-Antirassistische Liste im Frankfurter Stadtparlament. Sie versteht sich nach wie vor als antiautoritäre Linke und ist in verschiedenen Bündnissen aktiv. Sie schreibt zudem politische Kommentare, hält Vorträge und macht Radiosendungen sowie multimediale Vorträge für Theaterbühnen.

Die Meinungen zum Abgang von Wolfgang Bosbach gehen im Netz auseinander. Einige Nutzer stehen voll auf seiner Seite und können seinen Abbruch des Gesprächs nachvollziehen.

Andere Twitter-Nutzer üben jedoch auch Kritik über Bosbachs Verhalten.

 

Und wenige haben ganz unpolitische Gründe, sich über den Abgang des CDU-Politikers zu freuen.

 

(mit dpa)

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