Hamburg : Schlagerstar Helene Fischer tauft „Mein Schiff 3“

Helene Fischer bei der Pressekonferenz zur Schiffstaufe von „Mein Schiff 3“ in Hamburg.
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Helene Fischer bei der Pressekonferenz zur Schiffstaufe von „Mein Schiff 3“ in Hamburg.

Helene Fischer hat ein neues Baby: Für die Taufe der „Mein Schiff 3“ wurde sie als Patin ausgewählt. Dafür wollte sie mehr tun, als eine Flasche am Schiffsrumpf zerschellen lassen.

shz.de von
12. Juni 2014, 15:42 Uhr

Hamburg | Schlagerstar Helene Fischer (29) hat als Taufpatin der „Mein Schiff 3“ selbst Hand an dem Kreuzfahrtschiff angelegt. „Es gibt irgendwo auf dem Schiff eine Schweißnaht von mir“, sagte sie vor der Taufe ihres maritimen Patenkindes in Hamburg.

„Darauf bin ich auch ein bisschen stolz, weil es das erste Mal war, dass ich Schweißerarbeiten vorgenommen habe.“ Und Spaß gemacht habe es ihr auch noch, meinte sie lachend. Tui-Cruises-Chef Richard J. Vogel versicherte: „Die Stelle hält, das kann ich Ihnen versprechen.“  

Die Sängerin („Atemlos“) war heute als Stargast der Taufzeremonie in Hamburg, die am späten Nachmittag in der Hafencity vor 1700 geladenen Gästen über die Bühne gehen sollte. Für den Abend steht noch ein kostenloses Open-Air-Konzert auf dem Fischmarkt von St. Pauli auf dem Programm. Höhepunkt soll auch dort der Auftritt der Entertainerin werden. Das sei ein Geschenk an die Hamburger – für ihre „Kreufahrtverrücktheit“, meinte Vogel.

Nach einem Feuerwerk am Abend und einer kurzen Tauffahrt will Kapitän Kjell Holm am Freitag zur Jungfernfahrt der „Mein Schiff 3“ aufbrechen. Die neuntägige Route führt nach Mallorca. Das knapp 300 Meter lange Kreuzfahrtschiff verfügt über rund 1250 Kabinen mit 2500 Betten auf 15 Decks. Vor drei Wochen hatte es die Reederei im finnischen Turku von der Werft übernommen. Dort stand auch Taufpatin Fischer schon im Rohbau des Schiffes.

Beim Wiedersehen des fertiggestellten Kreuzfahrtriesen sei sie „geplättet“ gewesen, erzählte die Sängerin. „Natürlich ist es für mich eine besondere Ehre. Ein Schiff tauft man nicht alle Tage“, sagte sie, die selbst „nicht so kreuzfahrterfahren“ sei. Ihre erste derartige Reise habe sie 2006 angetreten. Als Taufpatin folgte sie ihrer Kollegin Ina Müller und der Ex-Florettfechterin Anja Fichtel, deren Patenkinder die ersten beiden „Mein Schiff“-Kreuzfahrer sind.

An Bord der „Mein Schiff 3“ gibt es neben elf Restaurants, Bars und einem 25 Meter langen Swimmingpool auch ein kleines Museum. Mit der neuen Technik an Bord will die Reederei neue Maßstäbe in puncto Umweltschutz setzen. Schwefelemissionen sollen so fast komplett wegfallen, Partikel-Emissionen um rund 60 Prozent gesenkt und Stickoxidemissionen um 75 Prozent verringert werden.

Die Umweltschützer des Nabu würdigten die Fortschritte bei der Abgastechnik, kritisierten diese aber wegen des fehlenden Rußpartikelfilters „insgesamt immer noch als unzureichend“. Daher sei die Vermarktung des Schiffs als besonders „umweltfreundlich“ unangebracht. Aus Umweltsicht sei es „alles andere als der große Wurf“, meinte Bundesgeschäftsführer Leif Miller in einer Mitteilung vor der Schiffstaufe. „Tui Cruises hat bei seinem Neubau eine tolle Chance verstreichen lassen, den Schadstoffausstoß in vollem Umfang zu reduzieren“, betonte Miller. „Wer weiterhin giftiges Schweröl als Kraftstoff einsetzt und auf Rußpartikelfilter verzichtet, kann nicht davon sprechen, dem Umweltschutz höchste Priorität einzuräumen.“ Einzig der eingebaute Stickoxidkatalysator sei positiv zu sehen. Tui Cruises ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Tui AG (Hannover) und des US-Kreuzfahrtkonzerns Royal Caribbean Cruises Ltd und 2008 gegründet worden.

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