„Is ManKind?“ : „Schlafe in ihren Betten“: Airbnb Twitter-Kampagne geht schief

Eine Anleitung für Stalker? Twitter-User rätseln und scherzen über seltsame Aufforderungen der Buchungsplattform Airbnb.

shz.de von
21. Juli 2015, 12:08 Uhr

Ein bisschen Schneewittchen, ein bisschen Freddy Krüger. „Schau durch ihre Fenster, damit du ihre Sicht verstehst“; „Schlaf in ihren Betten, damit du ihre Träume kennst“, fordert die neue englischsprachige PR-Kampagne „Is ManKind“ von Airbnb, einer Online-Plattform zur Vermarktung und Buchung von privaten Ferienunterkünften.

Was Reisenden eigentlich das Übernachten bei Fremden schmackhaft machen soll, geht so ganz ohne Kontext – etwa in geschriebener Form – gewaltig nach hinten los. So vermochte sich die beabsichtigte Abendteuerlust bei Twitter-Followern der Buchungsplattform nicht wirklich einstellen, als diese scheinbar zusammenhangslos Sätze twitterte, wie „Setz dich an ihre Tische, damit du ihren Geschmack verstehst“.

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Nein, einladend geht anders. Einigen Twitter-Usern wird es regelrecht mulmig zu Mute.

Andere liefern Alternativvorschläge in ähnlicher Manier. „Wühle dich durch ihre Unterwäsche und schau, ob sie passt“, lautet eine der augenzwinkernden Anregungen für künftige Airbnb-Gäste.

Ein anderer schlägt vor: „Schau in ihre Computer, damit du ihre Bankverbindung weißt“

Oder: „Lies ihre Post, damit du ihre Kreditkarten stehlen kannst.“

Airbnb veröffentlichte kurz darauf den zur Kampagne gehörigen TV-Spot. „Is ManKind?“ wird sich dort gefragt – ein Wortspiel, das sich sowohl mit „Ist der Mensch gut?“ als auch mit „Ist Menschheit?“ übersetzen lässt. Hier lässt sich dann auch endlich der Tenor der Kampagne erkennen: Kann ich Fremden mein Zuhause anvertrauen? Kann ich auf die Gastfreundschaft Unbekannter bauen? Wie erweitere ich meinen Horizont? Dazu ein tapsiges Kleinkind. Kampagne gerettet.

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