„Is ManKind?“ : „Schlafe in ihren Betten“: Airbnb Twitter-Kampagne geht schief

Eine Anleitung für Stalker? Twitter-User rätseln und scherzen über seltsame Aufforderungen der Buchungsplattform Airbnb.

shz.de von
21. Juli 2015, 12:08 Uhr

Ein bisschen Schneewittchen, ein bisschen Freddy Krüger. „Schau durch ihre Fenster, damit du ihre Sicht verstehst“; „Schlaf in ihren Betten, damit du ihre Träume kennst“, fordert die neue englischsprachige PR-Kampagne „Is ManKind“ von Airbnb, einer Online-Plattform zur Vermarktung und Buchung von privaten Ferienunterkünften.

<center><blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="en" dir="ltr">Sleep in their beds, so you may know their dreams.</p>&mdash; Airbnb (@Airbnb) <a href="https://twitter.com/Airbnb/status/620959696384438272">14. Juli 2015</a></blockquote></center>

Was Reisenden eigentlich das Übernachten bei Fremden schmackhaft machen soll, geht so ganz ohne Kontext – etwa in geschriebener Form – gewaltig nach hinten los. So vermochte sich die beabsichtigte Abendteuerlust bei Twitter-Followern der Buchungsplattform nicht wirklich einstellen, als diese scheinbar zusammenhangslos Sätze twitterte, wie „Setz dich an ihre Tische, damit du ihren Geschmack verstehst“.

´<center><blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="en" dir="ltr">Sit at their tables, so you can know their tastes.</p>&mdash; Airbnb (@Airbnb) <a href="https://twitter.com/Airbnb/status/620963501519978496">14. Juli 2015</a></blockquote></center>

Nein, einladend geht anders. Einigen Twitter-Usern wird es regelrecht mulmig zu Mute.

<center><blockquote class="twitter-tweet" data-conversation="none" lang="de"><p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/Airbnb">@Airbnb</a> Now this is not creepy at all.</p>&mdash; Arnaud Jauffret (@Zwarno) <a href="https://twitter.com/Zwarno/status/620960164783497217">14. Juli 2015</a></blockquote></center>

<center><blockquote class="twitter-tweet" data-conversation="none" lang="de"><p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/Airbnb">@Airbnb</a> who else read this in a Freddy Krueger voice?</p>&mdash; Routeselector (@Routeselector) <a href="https://twitter.com/Routeselector/status/620968265205026817">14. Juli 2015</a></blockquote></center>

<center><blockquote class="twitter-tweet" data-conversation="none" lang="de"><p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/Airbnb">@Airbnb</a> Creepy. Stop it</p>&mdash; sonja dolinsek (@sonjdol) <a href="https://twitter.com/sonjdol/status/621184630272696320">15. Juli 2015</a></blockquote></center>

Andere liefern Alternativvorschläge in ähnlicher Manier. „Wühle dich durch ihre Unterwäsche und schau, ob sie passt“, lautet eine der augenzwinkernden Anregungen für künftige Airbnb-Gäste.

<center><blockquote class="twitter-tweet" data-conversation="none" lang="de"><p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/Airbnb">@Airbnb</a> Go through their underwear, see if it fits.</p>&mdash; Oh no, it&#39;s Steve! (@OhNoItsSteve) <a href="https://twitter.com/OhNoItsSteve/status/621244808934330368">15. Juli 2015</a></blockquote></center>

Ein anderer schlägt vor: „Schau in ihre Computer, damit du ihre Bankverbindung weißt“

<center><blockquote class="twitter-tweet" data-conversation="none" lang="de"><p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/Airbnb">@Airbnb</a> &#39;Look on their computers so you may know their bank details&#39;. Did someone get paid for coming up with this gibberish?</p>&mdash; Julian Shea (@juliansheasport) <a href="https://twitter.com/juliansheasport/status/620993756205068288">14. Juli 2015</a></blockquote></center>

Oder: „Lies ihre Post, damit du ihre Kreditkarten stehlen kannst.“

<center><blockquote class="twitter-tweet" data-conversation="none" lang="de"><p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/Airbnb">@Airbnb</a> Read their mail, so you can steal their credit cards.</p>&mdash; Patrick McCarthy (@patdmc) <a href="https://twitter.com/patdmc/status/621107438628933632">15. Juli 2015</a></blockquote></center>

Airbnb veröffentlichte kurz darauf den zur Kampagne gehörigen TV-Spot. „Is ManKind?“ wird sich dort gefragt – ein Wortspiel, das sich sowohl mit „Ist der Mensch gut?“ als auch mit „Ist Menschheit?“ übersetzen lässt. Hier lässt sich dann auch endlich der Tenor der Kampagne erkennen: Kann ich Fremden mein Zuhause anvertrauen? Kann ich auf die Gastfreundschaft Unbekannter bauen? Wie erweitere ich meinen Horizont? Dazu ein tapsiges Kleinkind. Kampagne gerettet.

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