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Schlabberlook ist fehl am Green - Was Golfmode darf

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Wiesbaden (dpa/tmn) - Modisch gegen den Strom zu schwimmen, kann bei bestimmten Anlässen für positive Aufmerksamkeit sorgen. Auf dem Golfplatz aber ist es bestimmt fehl am Platz.

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erstellt am 26.Mai.2013 | 11:44 Uhr

Wiesbaden (dpa/tmn) - Modisch gegen den Strom zu schwimmen, kann bei bestimmten Anlässen für positive Aufmerksamkeit sorgen. Auf dem Golfplatz aber ist es bestimmt fehl am Platz.

Modisch gesehen, ist auf dem Green nicht Einheitlichkeit angesagt, sondern «Stil zeigen», sagt Dietrich von Garn vom Deutschen Golf Verband (DGV). Der Gedanke dahinter sei: «Dass man sich auf dem Golfplatz nicht so bewegt, wie im Alltag.» Aber er stellt klar: «Was auf den einzelnen Plätzen gilt, ist von Club zu Club verschieden.» Es handele sich nicht um strenge Regeln, sondern um Wünsche des Golfclubs. Die Devise laute meist: «Freizeitmäßig, aber nicht schlampig.»

Einige ungeschriebene Regeln gelten allerdings auf fast allen Plätzen. Männer sollten ein Shirt mit Kragen tragen. Frauen dürften dagegen oft auch mit kragenlosen Shirts auf den Platz. Bluejeans galten lange Zeit als No-go und seien es auf manchen Plätzen auch heute noch, sagt von Garn. Mit Jeans in Beige oder Schwarz errege aber in der Regel niemand mehr Aufsehen.

Und selbst blaue Jeans sehe man immer häufiger auf dem Platz. Schließlich seien sie inzwischen keine Arbeitskleidung mehr, sondern oft sehr teure Designermode. «Bluejeans haben einen anderen Stellenwert bekommen.» Bei teuer designten Jeans mit ebenso teuer designten Löchern hört der Spaß allerdings auf. Die würden oft als unangemessen angesehen, sagt von Garn.

Auch Kleidung, die offensichtlich politische oder religiöse Aussagen kommuniziere, sei fehl am Platz. «Das ist nicht im Sinne des Clubfriedens», sagt von Garn.

In manchen Golfclubs sei es auch nicht gern gesehen, wenn Frauen in Tops mit Spaghettiträgern golfen oder in allzu kurzen Hosen, sagt von Garn. Unerwünscht seien bei Männern wie bei Frauen Trainingsanzüge und gewöhnliche Sportschuhe. Die Golfschuh-Regel ist laut von Garn eine der Bestimmungen, die sich am leichtesten befolgen lassen - und auch in praktischer Hinsicht sinnvoll: «Spätestens, wenn man auf einem Platz in Schräglage auf nassem Gras unterwegs ist.» Normale Sneakers rutschen dort schnell weg.

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