zur Navigation springen

Prinzessin Leia aus „Star Wars“ : Schauspielerin Carrie Fisher ist tot – Hollywood trauert

vom

Fisher starb mit 60 Jahren - nach einem bewegten Leben. Schon mit 20 wurde sie zum Star.

shz.de von
erstellt am 27.Dez.2016 | 20:05 Uhr

Als heroische Prinzessin Leia in der „Star Wars“-Serie wurde Carrie Fisher berühmt. Damals war die US-Schauspielerin, Tochter der Hollywood-Promis Debbie Reynolds und Eddie Fisher, gerade 20. Im Laufe ihrer jahrzehntelangen Karriere drehte sie mit Größen wie Laurence Olivier, John und James Belushi, Woody Allen, Warren Beatty, Julie Andrews und Joanne Woodward. Auch am Broadway und auf anderen Bühnen war sie zu Hause. Jetzt starb Fisher im Alter von 60 Jahren.

Noch 2016 hatte sich Fisher zusammen mit Reynolds (84) für die HBO-Dokumentation „Bright Lights: Starring Carrie Fisher und Debbie Reynolds“ filmen und interviewen lassen. Mutter und Tochter wohnten zuletzt nebeneinander und sahen sich fast täglich - sie verheimlichten aber auch ihr oft angespanntes Verhältnis nicht.

Fishers Vater, der Sänger Eddie Fisher (1928-2010), hatte die Familie bald nach der Geburt der gemeinsamen Tochter verlassen und Elizabeth Taylor geheiratet.

Die Wachsfigur aus Star Wars, „Prinzessin Leia Organa“ im Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds in Berlin.

Die Wachsfigur aus Star Wars, „Prinzessin Leia Organa“ im Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds in Berlin.

Foto: dpa

Carrie Fisher war 15, als sie die Schule aufgab und mit der Mutter in dem Broadway-Revival „Irene“ auftrat. Ihr Filmdebüt folgte zwei Jahre später neben Warren Beatty, Julie Christie und Goldie Hawn in „Shampoo“. Dass sie während der Dreharbeiten von George Lucas „Star Wars“-Trilogie eine Affäre mit dem verheirateten Harrison Ford hatte, verriet Fisher erst kürzlich in ihrer Autobiografie „The Princess Diarist“ (2016). Sie war ein knappes Jahr (1983-1984) mit dem Sänger Paul Simon verheiratet und hatte eine Tochter, Billie Catherine Lourd, mit dem Künstleragenten Bryan Lourd.

Fisher war in Hollywood eine echte Alleskönnerin: Sie spielte in mehr als 40 Filmen mit, etwa in „Blues Brothers“, „Harry und Sally“ und „Lieblingsfeinde - Eine Seifenoper“. Außerdem war sie im Fernsehen beliebt, schrieb Romane und arbeitete an Drehbüchern mit. Ihre Autobiografie „Wishful Drinking“ wurde als Dokumentation verfilmt und von Fisher in Ein-Personen-Shows auf Bühnen in Los Angeles, New York und Boston aufgeführt. Ihr erster Roman, „Grüße aus Hollywood“, wurde 1990 mit Meryl Streep, Shirley McLaine und Dennis Quaid in den Hauptrollen verfilmt.

Schauspielerin Carrie Fisher hatte ein bewegtes Leben.

Schauspielerin Carrie Fisher hatte ein bewegtes Leben.

Foto: dpa
 

„Ich war ausgebildet in Prominenz, also machte ich das einzige, das ich kannte“, sagte sie einmal dem „Rolling Stone“. „Ich stieg ins Familienunternehmen ein.“ Dass sie von ihrem Welterfolg hin und wieder übermannt wurde, schrieb sie auch in ihrem Buch: „Vor 43 Jahren ruinierte George Lucas mein Leben“, zitierte CNN aus „Wishful Drinking“. „Und ich meine das in der denkbar nettesten Art und Weise.“ In Interviews mit den Sendern ABC und BBC schilderte Fisher, wie schwer der Druck der Unterhaltungsindustrie auf ihr lastete. Sie habe in Alkohol, Kokain und Medikamenten Zuflucht gesucht, erzählte sie. Auch in einigen von Fishers Romanen geht es um Drogen- und Alkoholmissbrauch.

Di Filmwelt ist nach dem Tod der Schauspielerin erschüttert. „Möge die Macht mit Dir sein“, schrieb Regisseur Steven Spielberg in Anlehnung an das zentrale Film-Zitat zum Tod Fishers, die mit dem Weltraum-Epos berühmt geworden war. Alte Weggefährten Fishers zeigten sich bestürzt.  „Sie war extrem klug, eine talentierte Schauspielerin, Autorin und Komödiantin mit einer sehr farbigen Persönlichkeit, die jeder liebte“, teilte „Star Wars“-Erfinder George Lucas dem „Hollywood Reporter“ zufolge mit. Fishers Mutter, die Hollywood-Schauspielerin Debbie Reynolds (84), dankte auf Facebook „allen, die die Gaben und Talente meiner geliebten und unglaublichen Tochter“ angenommen hätten.

Harrison Ford erklärte in einem Statement, Carrie sei einzigartig, brillant und innovativ gewesen, außerdem lustig, unerschrocken und mutig. „Wir werden sie alle vermissen.“ Mark Hamill, der in der Sternenkrieger-Saga Luke Skywalker verkörperte, veröffentlichte bei Twitter ein Foto von Fisher und sich und schrieb dazu: „Keine Worte. #tief bestürzt“.

Auch Daisy Ridley, die in „Das Erwachen der Macht“ die Schrottsammlerin Rey gespielt hatte, sprach von einem „monumentalen Verlust“ und trauerte darüber, nun Abschied von Fisher nehmen zu müssen. 

 

Ende Dezember dann der schwere Herzinfarkt: Nach Angaben der Fluggesellschaft United Airlines schlugen die Flugbegleiter Alarm, weil eine Passagierin in der Luft das Bewusstsein verloren hatte und auf Maßnahmen an Bord „nicht reagierte“. Nach der Landung konnten Rettungshelfer mit der nötigen Ausrüstung sie wieder zurückholen, wie unter anderen die „Los Angeles Times“ berichtete.

Wenige Stunden nach Fishers Tod schrieb ihre Tochter Billie Lourd in einer Stellungnahme: „Die Welt hat sie geliebt.“

Bei Twitter teilten einige Fans und Kollegen ihre Trauer um die verstorbene Schauspielerin.

 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen