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"Transformers 2" : Rückkehr der Roboter

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In "Transformers 2" bekommen Shia LaBeouf und Megan Fox die Rache der stählernen Kampfkolosse zu spüren.

shz.de von
erstellt am 29.Jun.2009 | 09:35 Uhr

Nach seinem aufreibenden Abenteuer mit den Autobots ist für Sam (Shia LaBeouf) der Schulalltag eingekehrt. Emsig bereitet er in seiner beschaulichen Heimatstadt den Umzug aufs College vor. Dass er seine reizende Freundin Mikaela (Megan Fox) zurücklassen muss, stimmt ihn ein wenig traurig. Als erneut grimmige Roboter auf der Erde landen, kommt jedoch alles ganz anders. Plötzlich befinden sich Sam und Mikaela wieder mittendrin im Kriegsgetümmel der formbaren Kampfkolosse.

In "Transformers - Die Rache" bekommt es das junge Liebesglück mit wesentlich böseren, schwereren und gefährlicheren Gegnern zu tun, als zuletzt vor zwei Jahren. Die zweite Episode der erfolgreichen Spielzeugverfilmung entpuppt sich als tempogeladenes Actionspektakel, ohne Rücksicht auf die menschliche Spezies.
So mancher Kinozuschauer dürfte sich verwundert die Augen reiben
Der erste Kontakt mit den neuen Widersachern erfolgt über einen grazilen Cyborg, der dem nahezu parallel angelaufenen "Terminator"-Streifen entsprungen sein könnte. Dabei hatte "Terminator - Die Erlösung" seinerseits bereits gewisse Ähnlichkeiten mit dem "Transformers"-Franchise. Die beiden T-Reihen lassen sich somit kaum noch auseinanderhalten. Wobei die Transformers eigentlich auf ein jüngeres Publikum abzielen sollten. Nicht umsonst wird auch in der Fortsetzung das pubertäre Leinwand-Techtelmechtel zwischen Mädchenschwarm Shia LaBeouf ("Disturbia") und der süßen Megan Fox ("New York für Anfänger") dezent weitergeführt.

Diesmal gewährt Regisseur Michael Bay dem jungen Traumpaar allerdings keine allzu große Bühne. In erster Linie geht es dem "Armageddon"-Macher um Action. Und davon bekommt das Publikum reichlich. Zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Auch die Schauplätze führen den Betrachter weit herum. In den 147 überlangen Filmminuten prügeln sich die Roboter unter anderem durch die USA, durch China und Frankreich, bis sie schließlich zum kriegsgewaltigen Finale in Ägypten landen.
Ständig explodiert und wackelt es
Doch für eine genüssliche Sightseeingtour bleibt dem Zuschauer keine Zeit. Ständig explodiert und wackelt es. Mit schnellen Schnitten und schwindelerregenden Kamerafahrten führt Bay den Krieg der Formwandler bildgewaltig fort. Die Auseinandersetzung eskaliert sogar dermaßen stark, dass das letzte Filmdrittel aufgrund seines militärischen Getöses an den Kriegsfilm "Black Hawk Down" erinnert.

Der humorvolle Grundton des Vorgängers bleibt derweil auf der Strecke. Auch inhaltliche Verbindungen zum ersten Teil sind kaum noch auszumachen. Dadurch empfiehlt sich "Transformers 2" sowohl für Neueinsteiger, als auch für Actionfans, denen der Vorgänger zu familienfreundlich war.

Ob sich die kriegerische Weiterführung an der Kinokasse bezahlt macht, muss sich erst noch herausstellen. Trotzdem ist bereits eine dritte Folge in Planung. In zwei Jahren soll sie in die Kinos kommen. Vermutlich wieder zeitgleich zur "Terminator"-Konkurrenz.

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