"Rockefeller" verurteilt

Archäologen entdecken auf Schlachtfeld seltenes Kettenhemd

shz.de von
17. August 2013, 07:26 Uhr

Los Angeles | Ein als falscher "Rockefeller" bekanntgewordener Deutscher muss in den USA wegen Mordes für mindestens 27 Jahre ins Gefängnis. Nach Verbüßen der Mindeststrafe wird geprüft, wie lange der Mann insgesamt hinter Gittern bleiben muss. Der 52 Jahre alte Bayer war im April für den Mord am Sohn seiner Vermieterin in Kalifornien vor fast 30 Jahren verurteilt worden. Bei der Verkündung der Strafe trat Christian Karl Gerhartsreiter als sein eigener Anwalt auf. Seine Verteidiger hatte er nach dem Prozess im April entlassen. Der Deutsche, der in blauer Gefängniskleidung vor den Richter trat, beharrte weiter auf seiner Unschuld.

Das Opfer John Sohus (27) und dessen Frau Linda waren 1985 spurlos verschwunden. Die Leiche des Mannes wurde neun Jahre später bei Bauarbeiten im Garten seines Elternhauses zufällig gefunden, sie konnte erst 2008 mit neuen DNA-Methoden identifiziert werden. Von der Frau fehlt bis heute jede Spur.

Gerhartsreiter lebte in den 1980er-Jahren unter dem Namen Christopher Chichester in Kalifornien, zeitweise als Untermieter in einem Gästehaus der Sohus-Familie. Später nannte er sich auch Clark Rockefeller, gab sich an der US-Ostküste als Börsenmakler aus und nahm weitere falsche Identitäten an.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen