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Verkehr : Risiko Autobahnbaustelle: So kommt man sicher durchs Nadelöhr

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Millionen Fahrzeuge rollen täglich durch Hunderte Baustellen auf deutschen Autobahnen. Da sollte man meinen, dass die meisten Fahrer genug Erfahrung haben und wissen, wie sie sicher durch die Engstellen kommen. Trotzdem geschehen oft gravierende Fehler.

Überhöhtes Tempo, riskante Überholmanöver, zu wenig Abstand: Wer durch Autobahnbaustellen prescht, bringt sich und andere in große Gefahr. Das sollte eigentlich jedem klar sein - doch es kommt nicht von ungefähr, dass es in den Nadelöhren immer wieder kracht. Im vergangenen Jahr verloren bei 1129 Crashs mit Verletzten in Autobahnbaustellen zwölf Menschen ihr Leben, gibt der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) zu bedenken - und erklärt, wie man die Engstellen sicher passiert:

Tempo und Abstand: Oberstes Gebot ist, das Tempolimit zu beachten und genügend Abstand halten. Zu schnelles Fahren ist auf Autobahnen Unfallursache Nummer eins, warnt der ZDK. Die Geschwindigkeit deshalb unbedingt anpassen. Mit der Zwei-Sekunden-Regel seien Autofahrer beim Sicherheitsabstand auf der sicheren Seite: Erreicht der Vorausfahrende einen bestimmten Orientierungspunkt, etwa einen Leitpfosten, wird gezählt. Frühestens nach zwei Sekunden sollte man dann selber daran vorbeifahren.

Überholen oder nicht? Am Anfang und Ende von Baustellen müssen Autofahrer aufpassen, dass sie großen Lastwagen nicht in die Quere kommen, rät der Kfz-Verband. Lkw können bei der geschwungenen Fahrbahnführung leicht mal aus ihrer Spur geraten. In dieser Situation am besten hinter den Brummis bleiben, statt neben ihnen zu fahren. Das gilt auch innerhalb einer Baustelle: Wer schon das Gefühl hat, dass der linke Fahrstreifen sehr schmal fürs Überholen ist, lässt es lieber bleiben und fährt weiter auf der rechten Spur. Entspannt geht es auf beiden Fahrspuren voran, wenn ein Schild zum versetzten Fahren auffordert. Das sollten Autofahrer auf jeden Fall befolgen.

Reißverschluss: Verringert sich die Anzahl der Fahrspuren, gilt das Reißverschlussprinzip. Das Problem: Viele Fahrer wechseln zu früh auf die Nachbarspur und stören dadurch unnötig den Verkehrsfluss. Der ZDK erklärt, wie das Reißverschlussprinzip ohne Hakeln funktioniert: bis zur Verengung fahren, Blinker setzen, in den Rückspiegel schauen, einfädeln.

Im Notfall: Streikt in einer Baustelle der Wagen, müssen Autofahrer unbedingt Ruhe bewahren, den Warnblinker einschalten und die nächste Pannenbucht ansteuern. Ist keine Nothaltebucht vorhanden, sollten sie das Auto zwischen zwei Baken neben der rechten Spur abstellen. Ganz wichtig: Nicht im Auto sitzenbleiben, nur über die Beifahrerseite aussteigen, um nicht in den fließenden Verkehr zu geraten, und Warnweste anlegen.

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erstellt am 17.Sep.2013 | 13:16 Uhr

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