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Nach islamistischen Anschlägen : Redaktion von „Charlie Hebdo“ macht eine Pause

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Trotz einer Welle von Solidarität: Nach dem Terroranschlag, der einen großen Teil der Redaktion das Leben kostete, muss „Charlie Hebdo“ sich völlig neu aufstellen. Die Mitarbeiter sind müde und erschöpft.

shz.de von
erstellt am 02.Feb.2015 | 11:47 Uhr

Paris | Von der ersten Ausgabe nach den Terroranschlägen von Paris hatte die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ Millionen Exemplare verkauft, doch in nächster Zeit wird das Blatt nicht erscheinen.

Zwei islamische Terroristen drangen Anfang Januar in die Redaktion des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ ein und töteten zwölf Menschen.  Die Täter wurden auf ihrer Flucht von der Polizei erschossen. Die Terrororganisation Al-Kaida hatte sich zu dem Angriff bekannt. Unter dem Hashtag „Je suis Charlie“ ging eine Solidaritäts-Welle um die Welt.

„Charlie Hebdo“ werde in einigen Wochen wieder an den Zeitungskiosken ausliegen, schrieb die Pariser Redaktion am Sonntag auf ihrer Homepage. Die Mitarbeiter seien müde und erschöpft, begründete Anne Hommel den Schritt. Hommel ist seit dem Anschlag am 7. Januar mit insgesamt zwölf Toten für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. 

Die erste Ausgabe nach dem Anschlag war in den Redaktionsräumen der Zeitung „Libération“ produziert und zum regulären Zeitpunkt eine Woche später erschienen. Von der Ausgabe, deren Titel einen um die Redakteure von „Charlie Hebdo“ trauernden Mohammed zeigte und die Proteste in Teilen der islamischen Welt auslöste, waren die jeweils neu gedruckten Exemplare tagelang immer wieder schnell ausverkauft.

Wegen der auch international großen Nachfrage wurde das Heft sieben Millionen mal gedruckt. Vor dem Terroranschlag von Anfang Januar hatte die wöchentliche Auflage bei etwa 60.000 Exemplaren gelegen. 

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