"Zuhause ist der Zauber los" : Raue Finanzwelt kontra kindliche Fantasie

Zusammen mit Olivia (Yara Shahidi) entdeckt Evan (Eddie Murphy), dass die Prinzessinnen aus der Zaubertwelt ueber erstaunliche Kenntnisse des Börsen- und Aktienmarkts verfügen. Foto: ddp
Zusammen mit Olivia (Yara Shahidi) entdeckt Evan (Eddie Murphy), dass die Prinzessinnen aus der Zaubertwelt ueber erstaunliche Kenntnisse des Börsen- und Aktienmarkts verfügen. Foto: ddp

Fantastische Finanztipps: In der Komödie "Zuhause ist der Zauber los" vertraut Eddie Murphy imaginären Börsenexperten - und seiner Film-Tochter Yara Shahidi.

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28. Oktober 2009, 09:08 Uhr

Evan Danielson (Eddie Murphy) steht kurz vor einer Beförderung. Davon ist der Finanzexperte jedenfalls fest überzeugt. Doch es gibt einen Konkurrenten um den vakanten Posten. Ausgerechnet der schräge Möchtegern-Indianer Johnny Whitefeather (Thomas Haden Church) steht ihm im Weg. Evan braucht daher dringend frische Ideen, um sich die Stelle zu angeln. Und ausgerechnet seine Tochter Olivia (Yara Shahidi) kommt ihm dabei Zuhilfe. Mit den eigenwilligen Börsentipps ihrer imaginären Freundinnen Moopida und Koopida greift sie ihrem Vater tatkräftig unter die Arme.

In der Komödie "Zuhause ist der Zauber los" kollidiert die raue Finanzwelt mit der Macht der kindlichen Fantasie. Eddie Murphy ("Mensch, Dave!") spielt in dem Film einen Familienvater, der sich mittlerweile derart in Börsencharts und Finanzprognosen verfangen hat, dass ihm für Spielereien und Albernheiten keine Zeit mehr bleibt. Seine Ehe hat der Anlageberater durch seinen unterkühlten Job längst in den Sand gesetzt. Und nun droht auch die Beziehung zu seiner Tochter zu kippen. Erst ihre gemeinsame Reise in eine imaginäre Welt aus Feen und Prinzessinnen führt die beiden wieder zusammen.
Ein leiser Appell an die Fantasie
Der Film verzichtet dabei vollständig auf technische Spielereien. Die märchenhafte Welt findet allein in den Köpfen von Vater und Tochter statt. Somit muss auch der Zuschauer seine Vorstellungskraft bemühen, wenn er den beiden folgen will.

Mit großartiger Zauberei, wie es der deutsche Filmtitel suggeriert, hat das alles äußerst wenig zu tun. Das Spielfilmdebüt von Drehbuchautor und Trickfilmregisseur Karey Kirkpatrick ("Ab durch die Hecke") ist vielmehr ein leiser Appell, sich wenigstens ein Stück der kindlichen Vorstellungskraft auch im Erwachsenenalter zu bewahren. Schließlich sind spontane Bauchentscheidungen manchmal besser, als langwierige Kalkulationen.
Schrulliger Widersacher kämpft mit Indianerweisheiten
Mit diesem Ansatz klingt "Zuhause ist der Zauber los" nicht gerade nach einem typischen Film für und mit Eddie Muphy. Tatsächlich muss das Publikum weitgehend auf überdrehte Extravaganzen des Komikers verzichten. Nur seine vorlaute Klappe durfte er in Ansätzen beibehalten. Den Chaoten verkörpert diesmal Thomas Haden Church. Der "Sideways"-Darsteller spielt in der Komödie den schrulligen Widersacher, der Murphy im Wettstreit um die Beförderung mit allerlei albernen Indianerweisheiten auszustechen versucht.

Alles in allem ist "Zuhause ist der Zauber los" aber in erster Linie eine ruhige Familienkomödie, die von dem Zusammenspiel zwischen Eddie Murphy und seiner von Yara Shahidi gespielten Film-Tochter lebt.

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