Überschwemmte Gehege : Raubkatzen können voraussichtlich im Eifel-Zoo bleiben

Ein Löwe im Eifel-Zoo.

Ein Löwe im Eifel-Zoo.

Eine Überschwemmung hat für Durcheinander im Eifel-Zoo gesorgt. Warum ein Bär erschossen werden musste.

shz.de von
02. Juni 2018, 12:27 Uhr

Bitburg/Lünebach | Nach der Aufregung um die angeblich ausgebrochenen Raubkatzen eines Zoos in der Eifel besichtigen Experten nun die Schäden an den Gehegen. „Im Moment gehen wir davon aus, dass die Tiere bleiben können“ sagte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld, Andreas Kruppert, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Der Zoo bleibt aber bis auf weiteres geschlossen.

Der Eifel-Zoo wurde überschwemmt.
dpa

Der Eifel-Zoo wurde überschwemmt.

Anwohner waren am Freitag gewarnt worden: Zwei Löwen, zwei Tiger und ein Jaguar seien aus ihren überschwemmten Gehegen in dem Ort Lünebach ausgerissen. Als das Wasser sank, kam die Entwarnung: Die Tiere hatten ihre Gehege nicht verlassen, sondern sich nur versteckt. Ein Bär, der tatsächlich aus seinem Gehege geflohen war, wurde jedoch noch im Zoo erschossen.

Warum musste der Bär sterben?

Der Bär sei aus seinem Gehege entkommen, weil das Gitter Wassermassen und Treibgut nicht standgehalten habe, sagte Kruppert gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Von dem Tier sei zwischenzeitlich eine Gefahr für die Bewohner von Lünebach ausgegangen. Um diese Bedrohungslage zu beenden, hätten die Mitarbeiter des Zoos den Bären erschossen. „Es war kein Betäubungsgewehr zur Stelle“, so Kruppert.

Zwei Baustatiker haben nach den Worten Krupperts die Gehege noch am Freitagabend kontrolliert und für sicher erklärt. Insofern dürften die Raubkatzen vorerst dort bleiben, auch müssten die Gehege nicht mehr überwacht werden. Am Samstagnachmittag sollte eine weitere Prüfung mit Statikern und Veterinäramt stattfinden.

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