Tod von Anneli-Marie : Prozess in Dresden: Entführer von getöteter 17-Jähriger vor Gericht

<p>Anneli-Marie musste wohl sterben, weil ihre Entführer unerkannt bleiben wollten.</p>
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Anneli-Marie musste wohl sterben, weil ihre Entführer unerkannt bleiben wollten.

Die beiden Männer wollten Geld erpressen. Doch Lösegeld bekamen sie nicht. Daraufhin musste die Jugendliche wohl sterben.

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30. Mai 2016, 11:17 Uhr

Dresden | Sie musste wohl sterben, weil die Lösegeldübergabe scheiterte: Im Fall der getöteten 17-jährigen Anneli-Marie hat am Dresdner Landgericht der Prozess gegen die mutmaßlichen Entführer begonnen. Die 40 und 62 Jahre alten Männer sind wegen erpresserischen Menschenraubs angeklagt, der Jüngere zudem wegen Mordes.

Die Angeklagten sollen die Tochter eines Unternehmers im August 2015 im sächsischen Klipphausen verschleppt und von ihrem Vater 1,2 Millionen Euro Lösegeld gefordert haben. Die Übergabe scheiterte aber. Der 40-Jährige habe die Gymnasiastin am nächsten Tag „zur Verdeckung einer anderen Straftat“ getötet, so die Anklage. Zum Prozessauftakt am Montag verdeckte der Mann sein Gesicht mit einem Aktenordner.

Die Eltern und die ältere Schwester von Anneli-Marie kamen als Nebenkläger ins Gericht. Die Strafkammer wollte sie nach der Anklageverlesung als erste von insgesamt 21 Zeugen befragen.

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