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Opioid Fentanyl : Prince starb an versehentlicher Schmerzmittel-Überdosis

vom

Der Popstar war am 21. April gestorben. Jetzt bestätigte der zuständige Gerichtsmediziner die Todesursache.

shz.de von
erstellt am 02.Jun.2016 | 23:26 Uhr

Chanhassen | Der US-Popstar Prince ist an einer versehentlichen Überdosis des starken Schmerzmittels Fentanyl gestorben. Das teilte der zuständige Gerichtsmediziner am Donnerstag auf Twitter mit. Zuvor hatten Medien bereits von einer Überdosis berichtet. Der Sänger habe die Substanz selbst eingenommen, hieß es nun von offizieller Seite. Die Todesursache wurde in der Mitteilung als Unfall deklariert, auch zuvor waren die Ermittler nicht von einem Suizid ausgegangen.

Das synthetische Opioid Fentanyl wird als Schmerzmittel etwa für Krebspatienten und bei Narkosen verwendet, findet sich auch auf Schmerzpflastern und gilt als besonders riskant. Die morphiumähnliche Substanz wird auch illegal hergestellt und ist deutlich stärker als Heroin. Die Gefahr einer Überdosierung ist daher viel größer als bei dem Rauschgift.

Die Musiklegende war am 21. April gestorben. Prince hatte sich Berichten zufolge bereits vor Jahren von Drogen und Alkohol losgesagt. Spekulationen, wonach Prince von Arzneimitteln abhängig gewesen sein soll, hatte es aber immer wieder gegeben.

Der Sänger war noch am Tag vor seinem Tod von einem Arzt behandelt worden. Zuvor hatten US-Medien zudem berichtet, dass der Popmusiker sich von einem weiteren, auf Arzneimittelabhängigkeit spezialisierten Arzt, hatte behandeln lassen sollen, bevor er in den Paisley Park Studios kollabiert in einem Aufzug entdeckt worden war.

Die US-Drogenbehörde DEA stuft Fentanyl in derselben Kategorie ein wie etwa Ritalin. In dieser Kategorie II sind Substanzen gelistet, die schnell eine hohe Abhängigkeit verursachen können. Der Besitz ohne Rezept vom Arzt sowie der Verkauf sind illegal. In Deutschland unterliegt Fentanyl dem Betäubungsmittelgesetz. In München war 2011 etwa eine 46-Jährige an Sauerstoffmangel des Gehirns gestorben, nachdem ein Arzt ihr gegen einen Hexenschuss ein Fentanyl-Pflaster verabreicht hatte.

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