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„Das ist für Syrien“ : Polizist schießt bei Pariser Notre-Dame auf Hammer-Angreifer

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Der mutmaßliche Täter habe auf einen Beamten eingeschlagen. Die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen.

Paris | Nach einem Angriff auf einen Polizisten vor der Pariser Kathedrale Notre-Dame gehen Ermittler einem Terrorverdacht nach. Der Mann habe am Dienstagnachmittag mit einem Hammer auf einen Beamten eingeschlagen und dabei „Das ist für Syrien“ gerufen, sagte Innenminister Gérard Collomb. Ein weiterer Polizist eröffnete das Feuer und stoppte damit den Angreifer, der verletzt ins Krankenhaus gebracht wurde. Der Platz vor der berühmten Kirche im Herzen der französischen Hauptstadt wird täglich von Tausenden Touristen besucht.

Frankreich wird seit rund zweieinhalb Jahren von einer beispiellosen Terrorserie erschüttert, knapp 240 Menschen kamen dabei ums Leben. Sicherheitskräfte waren mehrfach Ziel von Anschlägen. Mitte April war ein Polizist auf den Pariser Champs-Élysées von einem Gewalttäter erschossen worden.

Der Angreifer habe sich später als „Soldat des Kalifats“ der Terrormiliz Islamischer Staat bezeichnet, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittlerkreise. Die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein.

Das Foto zeigt den Angreifer, der verletzt am Boden vor der Kirche liegt.

Das Foto zeigt den Angreifer, der verletzt am Boden vor der Kirche liegt.

Foto: David Metreau/dpa

Die Polizei sperrte den Bereich um die Kathedrale weiträumig ab; zahlreiche schwerbewaffnete Beamte waren im Einsatz. Rund 900 bis 1000 Menschen wurden nach Angaben der Diözese von Paris aus Sicherheitsgründen zeitweise in dem Gotteshaus festgehalten. Sie konnten die Kathedrale später nach und nach verlassen und wurden dabei von der Polizei durchsucht. Alles sei sehr ruhig abgelaufen, sagte Bistums-Sprecherin Karine Dalle.

Minister Collomb sagte, der Mann habe sich als algerischer Student ausgegeben. Ob ein bei ihm gefundener Ausweis echt sei, müsse noch überprüft werden. Neben dem Hammer habe er auch Küchenmesser bei sich gehabt. Der Mann habe sich der Polizeipatrouille genähert und auf einen der drei Beamten eingeschlagen. Ein weiterer Polizist habe daraufhin zur Waffe gegriffen. Der angegriffene Polizist habe keine schlimmen Verletzungen erlitten, sagte Collomb.

In Frankreich gilt weiter der Ausnahmezustand, der nach den Anschlägen vom 13. November 2015 verhängt worden war. Der Ausnahmezustand soll nach Plänen der Regierung bis Anfang November 2017 verlängert werden.

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erstellt am 06.Jun.2017 | 17:45 Uhr

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