Tod einer Deutschen im Sommer 2016 : Polizei sicher: Autobahn-Steinewerfer von Fünen wird gedeckt

Von dieser Brücke bei Moltrup flog offenbar ein Gegenstand auf den Bus.

Von dieser Brücke bei Moltrup flog offenbar ein Gegenstand auf den Bus.

Die Polizei glaubt, dass es Mitwisser gibt. Bürger, die den Attentäter kennen und ihn nicht verraten.

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21. März 2018, 17:27 Uhr

Die Polizei auf der dänischen Insel Fünen tappt 19 Monate nach dem Tod einer Deutschen durch einen Betonklotz-Wurf von einer Autobahnbrücke weiterhin im Dunkeln. Eine oder mehrere Personen halten Informationen, die der Polizei auf die Spur des Steinewerfers führen könnten, zurück. Davon ist der Polizeioberrat auf Fünen, Per Lydiksen Laursen, jetzt überzeugt. „Ich bin davon überzeugt, dass es Personen gibt, die mit ihrem Wissen nicht zur Polizei gehen wollen“, erklärte Laursen.

„Ich kann nicht verstehen, warum man der Polizei nicht helfen möchte“, sagte Laursen zur Nachrichtenagentur Ritzau. Seitdem die Polizei vor drei Monaten auf einen Serientäter hinwies, gingen rund 1.200 neue Hinweise von Bürgern ein – die bisher jedoch nicht zum Täter führten. Auch die DNA-Spur führte bislang nicht zum Täter. Weil es auch nach dem tragischen Tod der Urlauberin im Sommer 2016 weitere Steinwürfe gab, wurden an einigen Brücken versteckte Überwachungskameras installiert.

Im vergangenen September soll derselbe Täter wie im Sommer 2016 einen weiteren, 40 Kilogramm schweren Betonklotz auf die Autobahn geworfen haben – zum Glück ohne jemanden zu treffen. Aufgrund weiterer Fälle im Odenser Stadtteil Tarup, wo die selbe DNA ermittelt wurde, hat die Polizei bezüglich ihrer Ermittlungen ihren Blick auf diesen Stadtteil gerichtet.

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