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Baden-Württemberg : Pfinztal sucht das Hack-Phantom vom Bahnhof Berghausen

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Ein Unbekannter legt regelmäßig ein Pfund Hack an einem Bahnhof in dem Ort bei Karlsruhe ab. Warum, weiß nur er.

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erstellt am 14.Nov.2017 | 11:12 Uhr

Pfinztal | Es ist eine kuriose Geschichte, die derzeit von vielen Medien aufgegriffen wird. In der Gemeinde Pfinztal in Baden-Württemberg legt seit Anfang Oktober regelmäßig ein Unbekannter rund ein Pfund Hackfleisch am Bahnhof Berghausen ab. Warum, weiß niemand.

Das Fleisch deponiert das Hack-Phantom immer an derselben Stelle hinter einem Zaun auf der Seite des Gleisbetts, berichtet die „Bruchsaler Rundschau“, die als erste Zeitung den Fall aufgriff. Bürger und Reisende melden die Hackfunde der Gemeinde, doch der sind die Hände gebunden. Denn das Fleisch liegt auf dem Bahngelände und hier ist die AVG, die Albtalverkehrsgesellschaft zuständig.

Berichtete als erstes über den Hack-Angriff: Die Bruchsaler Rundschau.

Berichtete als erstes über den Hack-Angriff: Die Bruchsaler Rundschau.

Foto: Screenshot/bnn.de
 

Auch dort weiß man von den Hack-Angriffen, stochert laut bento.de aber im Dunkeln. AVG-Sprecher Nicolas Lutterbach sagt, dass der Großteil des Fleisches meist schon verschwunden ist, wenn die Reinigungstrupps anrücken – vermutlich gefressen von herumstreunenden Tieren.

Dass es sich, wie in sozialen Netzwerken gemutmaßt wird, um Giftköder handelt, schließt nicht nur Lutterbach, sondern auch die Polizei aus. Untersucht wurde das Fleisch zwar nicht, doch laut dem AVG-Sprecher wurden keine verendeten Tiere in der Nähe gefunden. Die Polizei, der ebenfalls regelmäßig die Hackfunde gemeldet werden, macht ebenfalls nichts. Giftköder seien in der Regel kleiner und würden nicht hinter Zäunen platziert, wo sie die potenziellen Opfer nicht erreichen können. Bei der geringen Menge handelt es sich auch nicht um illegal entsorgten Müll, weshalb die Polizei sich nicht zuständig fühlt.

In sozialen Netzwerken wird derweil überlegt, wie man dem Hack-Phantom das Handwerk legen kann. Man solle im Supermarkt nachfragen, wer häufig Hackfleisch kaufe oder eine Kamera am Ablageort installieren. Andere Nutzer wollen sich auf die Lauer legen. Das überlegt auch die Gemeinde mittlerweile.  

Lutterbach vermutet, dass jemand Igel füttern will, bevor sie in den Winterschlaf gehen. Aufgrund des medialen Echos geht er inzwischen davon aus, dass es Nachahmungstäter geben könnte. Eine SoKo „Hack“ wird es aber weder bei der AVG noch bei der Polizei geben. Der unbekannte Fleisch-Freund wird entweder irgendwann inflagranti ertappt oder die Hacklieferungen werden irgendwann aufhören. In jedem Fall kennt in Deutschland bald jeder das Hack-Phantom von Berghausen.

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