Insel Röm : Pferd versinkt bis zur Mähne im Sand

Island-Hengst Logi tat instinktiv das Richtige: Einmal eingesunken, bewegte er sich kaum. So konnte er gerettet werden.
Island-Hengst Logi tat instinktiv das Richtige: Einmal eingesunken, bewegte er sich kaum. So konnte er gerettet werden.

Diesen Ausritt mit ihrem Hengst Logi wird Therese Thøgersen wohl nie vergessen. Am Strand der dänischen Nordsee-Insel Röm versinken Pferd und Reiterin im Boden.

Avatar_shz von
12. März 2014, 13:40 Uhr

Röm | „Ich bin auf Röm aufgewachsen, bin am Strand Rad gefahren und habe gespielt. So etwas habe ich noch nie erlebt und auch nicht gehört. Ich bin überaus verblüfft“, sagt Bodil Glistrup Thomsen, Chefin der Tourismuszentrale, zu einem dramatischen Vorfall im Treibsand auf der dänischen Nordsee-Insel.

Am Sonntag hatte die Leiterin des Island-Pferdecenters Kommandørgården mit ihrem Hengst Logi einen Ausritt am Strand gemacht, als Pferd und Reiter plötzlich im Boden versanken. „Mit mir auf dem Rücken kämpfte er, und mein Herz schlug bis zum Hals. Ich dachte, ich verschwinde auch“, schrieb Therese Thøgersen nach dem Vorfall auf Facebook. „Doch dann lag er still, und ich konnte abspringen. Über die Steigbügel konnten ihn zwei Männer halten, und mit dem Kampfgeist von Logi kam er wieder frei. Nach fast 30 Minuten im Treibsand. Über 40 Jahre lang bin ich über Röms schöne Strände geritten. Ich habe Geschichten über Treibsand gehört, aber es nie ernst genommen.“

Dass es auf Röm tatsächlich gefährlich weiche Stellen im Sand gibt, ist auch für Inselförster Anders Hauge Rahbek neu. „Ich bin doch sehr überrascht. Mir ist nicht bekannt, dass es hier jemals Probleme mit Treibsand gab.“ Bodil Glistrup Thomsen sagt: „Wir hatten in all den Jahren keinen ähnlichen Vorfall.“

Vom Naturcenter auf Röm war zu erfahren, dass es nördlich des Strandes bei Havneby zwar diverse Stellen mit tiefem Sand gibt, die man besser meidet, die Stellen seien jedoch gut ersichtlich.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen