17 Menschen erschossen : Parkland-Attentäter kündigte Schulmassaker per Video an

Der Todesschütze von Parkland in einem der drei von der Staatsanwaltschaft von Broward County veröffentlichten Videos.

Der Todesschütze von Parkland in einem der drei von der Staatsanwaltschaft von Broward County veröffentlichten Videos.

Er werde der nächste Schulschütze von 2018 sein, kündigte der Attentäter an. US-Medien veröffentlichen Video-Aufnahme.

shz.de von
31. Mai 2018, 12:44 Uhr

Fort Lauderdale | Der Todesschütze des Schulmassakers in Florida hatte seine Bluttat in mehreren Videobotschaften im Detail angekündigt. Das berichteten US-Medien am Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf mehrere Handy-Aufnahmen des 19-jährigen Nikolas Cruz, die von der Staatsanwaltschaft in Broward County veröffentlicht wurden. Cruz hatte am 14. Februar an einer Schule in Parkland 17 Menschen erschossen. Das Onlineportal "TMZ" veröffentlichte die Videoaufnahmen auf seiner Webseite.

„Hallo, mein Name ist Nick, und ich werde der nächste Schulschütze von 2018 sein“, beginnt eines der Videos, die laut Berichten auf dem Handy des jungen Mannes gefunden worden waren. Das Ziel seiner Attacke sei die Marjory Stoneman Douglas High School. Dort wolle er mit einer AR-15, einer halbautomatischen Waffe, mindestens 20 Menschen töten, sagt der 19-Jährige im grünen T-Shirt in die Kamera. „Wenn ihr mich in den Nachrichten seht, werdet ihr alle wissen, wer ich bin“, sagt er weiter und lacht.

Täter klagt über Minderwertigkeitsgefühle

In einem weiteren Clip beschreibt Cruz seinen geplanten Weg zum Tatort und seine geplanten Schritte auf dem Schulcampus. Ein drittes Video beginnt mit den Worten: „Heute ist der Tag, der Tag, an dem alles anfängt, der Tag, an dem mein Massaker beginnt.“ Dann berichtet Cruz von seiner Einsamkeit und Minderwertigkeitsgefühlen und dass er genug davon habe, als Idiot angesehen zu werden. „Durch die Macht meiner AR-15 werdet ihr alle wissen, wer ich bin.“

Überlebende Schüler hatten nach dem Schulmassaker eine Protestaktion gegen Waffengewalt und für striktere US-Waffengesetze gestartet, die zu einer landesweiten Bewegung wurde. Die Staatsanwaltschaft will die Todesstrafe für den Schützen fordern.

   
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