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Familie : Online-Shopping: So schützen sich Jugendliche vor Abzocke

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Online-Shopping beschränkt sich längst nicht mehr auf Amazon oder eBay. Auch kleine, unbekannte Shops verkaufen im Internet. Gerade Jugendliche, die noch nicht so viel Erfahrung haben, sollten vor dem Kauf den Anbieter unter die Lupe zu nehmen.

shz.de von
erstellt am 05.Sep.2013 | 13:16 Uhr

Surfen Jugendliche in eher unbekannten Online-Shops, sollten sie als erstes einen Blick ins Impressum werfen. Am besten googeln sie auch gleich den Namen des Anbieters. «So erfahren sie, ob es schon Probleme oder Beschwerden gibt», sagte Thomas Bradler von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Besondere Vorsicht sei bei Anbietern aus dem Ausland geboten - denn da gelten oft andere Regeln.

Bei Schnäppchen freuen sich Jugendliche besser nicht vorschnell über den niedrigen Preis. «Je günstiger ein Schnäppchen ist, desto kritischer werde ich», sagte Bradler. Denn zu oft handelt es sich bei Schnäppchenseiten um Fake-Shops: Das Geld ist weg, und die Ware kommt nie an. Für sicheres Online-Shopping empfiehlt Bradler zwei Gütesiegel: Die Gütesiegel «Safershopping» vom TÜV Süd und «Trusted Shops» zeichnen Online-Shops unter anderem für Daten- und Zahlungssicherheit aus. Die Tipps für Jugendliche gelten auch für Erwachsene.

Für Minderjährige ist es gar nicht so einfach, im Internet einzukaufen. Unter 18 Jahren ist es nicht möglich, einen wirksamen Vertrag zu schließen - es sei denn, Jugendliche haben die Einwilligung ihrer Eltern oder bezahlen bar mit ihrem Taschengeld. Im Internet die Vorkasse die einzige Zahlungsweise für Jugendliche, die den Vertrag wirksam macht. Im Nachhinein können Jugendliche die Rechnung zwar auch von ihrem Taschengeld bezahlen. Beim Begleichen von Rechnungen haben aber die Eltern Mitspracherecht.

Größere Einkäufe können Jugendliche meist nicht von ihrem eigenen Taschengeld bezahlen. Da müsste schon eine Kreditkarte oder ein Paypal-Konto her. Da beides erst ab 18 Jahren möglich ist, machen Jugendliche einen Online-Großeinkauf oft zusammen mit ihren Eltern. Mechanismen, die dem Warenkorb im Internet ein Limit setzen, gibt es nicht. Da müssten Jugendliche und Eltern laut Bradler selbst eine finanzielle Grenze ausmachen.

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