Kind ist verblutet : Obduktion: Hund tötete Baby mit Biss in die Fontanelle

Ein Beamter der Spurensicherung hält am 10. April eine Tüte mit Beweismaterial in der Hand. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung, hält aber auch einen tragischen Unfall für möglich.
Ein Beamter der Spurensicherung hält am 10. April eine Tüte mit Beweismaterial in der Hand. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung, hält aber auch einen tragischen Unfall für möglich.

Für den sieben Monate alte Jannis aus Hessen war dem Obduktionsergebnis zufolge ein einziger Biss des Mischlingshunds tödlich. Das Tier habe die Fontanelle des Kindes aus Bad König im Odenwald getroffen, sagte Oberstaatsanwalt Robert Hartmann.

shz.de von
12. April 2018, 09:53 Uhr

Durch den Biss in die bei Babys noch vorhandene Lücke auf dem Kopf zwischen den Schädelknochen sei eine Arterie verletzt worden. Das Kind sei in der Folge verblutet.

Das Baby war nach dem Biss des fünf Jahre alten Rüden am Montag in einer Spezialklinik in Mannheim gestorben. Die 23 und 27 Jahre alten Eltern schweigen zu dem tödlichen Vorfall. Die in der Wohnung sichergestellten Spuren müssen nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch ausgewertet werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung, hält aber auch einen tragischen Unfall für möglich.

Bevor mit den Tests zum Rassen-Mix und dem Wesen des Hundes begonnen werden könne, müsse dieser «mindestens noch eine Woche runterkommen», hatte Hartmann am Mittwoch gesagt. Mit Ergebnissen sei daher erst in einigen Wochen zu rechnen. Nach einem ersten Eindruck der Polizei könnte der Hund ein Staffordshire-Mix sein. Zur Liste der gefährlichen Hunde gehört in Hessen auch der Staffordshire-Terrier. Als Kampfhund registriert war er bei der Stadt nicht.

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