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"Max Manus" : Norwegens Kassenschlager

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"Max Manus" bricht alle Rekorde: In elegant komponierten, teils actionreichen Bildern wird die Geschichte des legendären norwegischen Widerstandskämpfers erzählt.

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2010 | 04:38 Uhr

Mit mehr als 140.000 Besuchern am Startwochenende gilt "Max Manus" als erfolgreichster Kinostart aller Zeiten in Norwegen. Mehr als 1,2 Millionen haben die aufwendige norwegisch- deutsch-dänische Co-Produktion dort inzwischen gesehen. Sie basiert auf der wahren Geschichte des legendären norwegischen Widerstandskämpfers Max Manus (1914-1996), der sich in jungen Jahren den nationalsozialistischen deutschen Besatzern entgegenstellte, um zu einem der gefürchtetsten Saboteure zu avancieren. Während Manus vom Norweger Aksel Hennie verkörpert wird, gibt der deutsche Schauspieler Ken Duken ("Zweiohrküken") dessen Widerpart, Gestapo- Offizier Siegfried Fehmer. Inszeniert hat diesen Kriegsfilm der nachdenklicheren Art das Regieduo Joachim Rønning und Espen Sandberg ("Bandidas").
In elegant komponierten, teils auch sehr actionreichen und blutigen Bildern erzählt der Film, wie sich Manus mit anderen patriotisch gesinnten Norwegern zusammentut, erste Sabotageakte ausführt, sich in Schottland militärisch ausbilden lässt, um schließlich, wieder in seiner Heimat, den Widerstand gegen die Besatzer mit noch mehr Engagement voranzutreiben. Vor allem deutsche Kriegsschiffe geraten ins Visier der jungen Truppe um Max Manus, der in einer besonders spektakulären Szene mittels Fenstersprung den Nazis zu entkommen versucht.
Der Film verzichtet auf unnötiges Pathos
Manus Gegenspieler aber, Siegfried Fehmer, ist den Widerständlern stets auf den Fersen. Ken Duken spielt den Nazi mit stechendem Blick, während Manus Mimik zwischen verbissen und bübisch verschmitzt changiert. Der Preis, den dieser für sein furchtloses Tun zu entrichten hat, ist jedoch hoch: Unzählige seiner Freunde und Komplizen fallen den Deutschen in die Hände, werden verhaftet, ermordet. Mit wachsender Intensität leidet Manus darunter, dass er noch am Leben ist, während um ihn herum so viele sterben.
Auch wenn die Musik hier und da ins Dramatische kippt, verzichtet der Film doch auf unnötiges Pathos. Er versteht es gar, all der Action ruhige, nachdenkliche und auch lustige Momente abzutrotzen. Eine Love Story darf da freilich nicht fehlen. Aksel Hennie gibt seinen Max Manus mit so viel Leidenschaft und Energie, dass man sich dessen Aura kaum entziehen kann. Nicht zuletzt aber überzeugt auch Ken Duken in seiner Rolle als maliziöser Antagonist.

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