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Terrormiliz Boko Haram : Nigeria: Viele Tote bei Selbstmordanschlag

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Nigeria kommt nicht zur Ruhe - wieder gab es einen Terroranschlag mit vielen Toten. Innerhalb von 24 Stunden explodierten drei Bomben.

Kano | Zwei Selbstmordattentäterinnen haben bei einem neuen Anschlag im Norden Nigerias zahlreiche Menschen mit in den Tod gerissen. Über 25 Menschen seien bei zwei Explosionen in der Stadt Kano im gleichnamigen Bundesstaat ums Leben gekommen, sagten Augenzeugen. Die Täterinnen hätten ihre Sprengstoffgürtel in einem belebten Einkaufsviertel gezündet.

Boko Haram ist eine islamistische Terrorgruppe im Norden Nigerias. Im März 2015 hieß es, dass sich die Vereinigung formell der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen habe.

Ein Polizeisprecher bestätigte zunächst nur 15 Tote und mehr als 50 Verletzte, einschließlich der beiden getöteten Selbstmordattentäterinnen. Präsident Muhammadu Buhari verurteilte den „barbarischen“ Angriff und rief die Zivilbevölkerung zur Wachsamkeit auf, um Terroristen von weiteren Anschlägen abzuhalten.

Wenige Stunden zuvor hatten vermutlich Islamisten im Nordosten des Landes mindestens 32 Menschen getötet. Sie hatten einen Sprengsatz auf einem Parkplatz der Stadt Yola im Bundesstaat Adamawa gezündet.

Weitere 80 Menschen wurden laut der Nationalen Behörde für Krisenmanagement verletzt in umliegende Krankenhäuser gebracht. Es war zunächst unklar, ob es sich um eine Autobombe oder um ein Selbstmordattentat handelte.

Der Parkplatz liegt in der Nähe eines großen Gemüsemarktes im Viertel Jimeta. Zum Zeitpunkt der Explosion hätten sich dort Dutzende Händler aufgehalten, die ihre Waren nach dem Tagesgeschäft zusammenpackten, sagten Augenzeugen der Deutschen Presse-Agentur. Andere Menschen seien auf dem Weg zum Abendgebet gewesen. Die Explosion sei in der ganzen Stadt zu hören gewesen.

Die Taten erinnern an frühere Anschläge der islamistischen Terrororganisation Boko Haram. Die sunnitischen Fundamentalisten terrorisieren seit Jahren den Nordosten Nigerias und Grenzregionen der Nachbarländer Kamerun, Niger und Tschad. Im März hatte ihr Anführer Abubakar Shekau der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Treue geschworen.

Die Extremisten der Boko Haram wollen in der Region einen sogenannten Gottesstaat errichten mit strengster Auslegung des islamischen Rechts, der Scharia. Bei Anschlägen und Angriffen der Gruppe wurden seit 2009 mindestens 14.000 Menschen getötet. 

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erstellt am 19.Nov.2015 | 07:53 Uhr

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