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Silberfarn statt „Union Jack“ : Neuseeland stimmt über neue Nationalflagge ab

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Die Abstimmung läuft: Die Wahlberechtigten können entscheiden, ob die einstige britische Kolonie den „Union Jack“ aus der Flagge verbannt. Ein Ergebnis soll es am 24. März geben.

shz.de von
erstellt am 03.Mär.2016 | 08:24 Uhr

Wellington | In Neuseeland hat die Endabstimmung über die künftige Nationalflagge begonnen. Die Wahlberechtigten können bestimmen, ob die einstige britische Kolonie mit ihren 4,6 Millionen Einwohnern eine neue Flagge mit Silberfarn bekommen soll. Im bisherigen Design ist die britische Flagge, der Union Jack, prominent vertreten. Das vorläufige Ergebnis wird am 24. März erwartet. Die Wahlkommission begann am Donnerstag mit der Auslieferung der Briefwahlzettel.

Neuseeland trägt als Mitglied des Commonwealth und ehemalige britische Kolonie die britische Nationalflagge im oberen linken Viertel der eigenen Landesflagge. Hinzu kommt das Sternbild „Kreuz des Südens“, das auf der Südhalbkugel mit bloßem Auge erkennbar ist.

Regierungschef John Key setzt sich für den Wechsel ein, unter anderem, um die häufige Verwechslung mit der australischen Fahne zu beenden, wie er sagt. Auch die Australier haben den Union Jack auf ihrer Flagge, der Unterschied liegt nur in der Anordnung der Sterne.

<p>Silberfarn und das Kreuz des Südens: Das ist der Vorschlag für Neuseelands Flagge der Zukunft.</p>

Silberfarn und das Kreuz des Südens: Das ist der Vorschlag für Neuseelands Flagge der Zukunft.

Foto: dpa
 

Neuseelands Wähler können entscheiden, ob sie die alte Flagge behalten oder das neue Design haben wollen: darauf sind ein weißer Silberfarn auf schwarz-blauem Hintergrund zu sehen sowie vier rote Sterne als Symbol für das Kreuz des Südens. Diese Variante hatten Wähler im Dezember aus zahlreichen Vorschlägen ausgesucht. Bei dem Bürgerwettbewerb im vergangenen Jahr gab es auch zahlreiche kuriose Vorschläge für eine neue Flagge.

Die Nationalflagge Neuseelands in ihrer aktuellen Form.
Die Nationalflagge Neuseelands in ihrer aktuellen Form. Foto: Imago/Westend61

Der Prozess ist unter anderem wegen der Kosten in Höhe von geschätzt 26 Millionen Neuseeländischer Dollar (knapp 16 Millionen Euro) umstritten.

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