South Carolina : Neun Menschen in Kirche erschossen - Täter auf der Flucht

Schock und Trauer in Charleston: Neun Menschen kamen bei einem mutmaßlich rassistischem Anschlag ums Leben.
Schock und Trauer in Charleston: Neun Menschen kamen bei einem mutmaßlich rassistischem Anschlag ums Leben.

Ein Weißer schoss auf schwarze Gottesdienstbesucher. Die Polizei vermutet einen rassistischen Anschlag.

shz.de von
18. Juni 2015, 08:48 Uhr

Charleston | In einer Kirche in Charleston im US-Bundesstaat South Carolina hat ein junger Mann am Mittwochabend (Ortszeit) neun Menschen erschossen. Die Polizei sucht nach dem flüchtigen Täter, wie der örtliche Polizeichef Gregory Mullen in Charleston in der Nacht zum Donnerstag auf einer Pressekonferenz sagte. Ein Mann habe in dem von Afroamerikanern besuchten Gotteshaus das Feuer auf Menschen eröffnet, die zu eine Bibelstunden zusammengekommen seien. Acht Menschen seien am Tatort gestorben, ein weiterer Mensch im Krankenhaus. Ein Mensch liege schwer verletzt im Krankenhaus, sagte der Polizeichef. Einzelheiten zu den Opfern wurden zunächst nicht bekanntgegeben.

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Der Täter wird als ein etwa 20-jähriger weißer Mann beschrieben, er wird als sehr gefährlich eingestuft. Es handele sich vermutlich um eine rassistisch motivierte Tat, sagte Mullen. Ähnlich äußerte sich Charlestons Bürgermeister Joseph P. Riley: „Der einzige Grund dafür, dass jemand in eine Kirche geht und Leute erschießt, ist Hass.“ Riley nannte die Tat unfassbar. South Carolinas Gouverneurin Nikki Halley sprach den Angehörigen der Opfer auf Twitter ihr Beileid aus.

Ein unbekannter Anrufer hatte in der Umgebung der Kirche fast zeitgleich eine Bombendrohung ausgesprochen. Es bestehe jedoch keine Gefahr, erklärte die Polizei.

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