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Technik : Neugierige Internet-Fernseher in die Schranken weisen

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Smarte TV-Geräten mit Internetanschluss bieten dem Nutzer interaktives Hybrid-TV. Allerdings werden die Nutzerdaten an die Sender übertragen. Wer unbeobachtet fernsehen möchte, sollte die Funktion bei den Einstellungen deaktivieren.

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2013 | 14:16 Uhr

Fernseher mit Internetanschluss (Smart-TV) bieten meist einen neuen Standard namens Hybrid Broadcast Broadband TV (HbbTV). Dieser ermöglicht über die inhaltliche Verknüpfung von Rundfunk- und Internetinhalten interaktive Zusatzfunktionen, wenn der Nutzer einen roten Knopf auf der Fernbedienung drückt. Allerdings können die Sender über das Hybrid-TV das Nutzungsverhalten der Zuschauer verfolgen, warnt Michael Gundall von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Das Übertragen von Daten beginnt oft schon bei der reinen Senderwahl, ohne eine aktive HbbTV-Nutzung durch Drücken des roten Knopfes - und damit ohne Wissen des Nutzers, wie Forscher vom Center for Advanced Security Research Darmstadt (CASED) an der TU Darmstadt herausgefunden haben. Manche Sender geben die Daten sogar zur Auswertung an Drittanbieter wie den Google-Dienst Analytics weiter. Über die Auswertung könnten Zuschauerquoten analysiert, aber auch personalisierte Werbung bereitgestellt werden.

Wer das nicht möchte, sollte HbbTV in den Einstellungen deaktivieren, rät Michael Gundall. «Wie beim Smartphone müssen Verbraucher auch beim Smart-TV abwägen: Welche Daten sind für mich wertvoll?» Es sei aber von Gerät und Hersteller abhängig, ob und wo im Menü die Funktion ausgestellt werden kann. Das ließe sich durch einen Blick in die Bedienungsanleitung klären.

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