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Neue Hoffnung auf Rückkehr der Mammuts

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Russische Forscher finden neue Gewebereste im Eis und wollen die Tiere klonen

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Moskau | Russische Forscher haben nach der Entdeckung eines Mammuts mit Blut und Muskelgewebe neue Hoffnung, die ausgestorbenen Elefanten eines Tages wieder zum Leben zu erwecken. "Ja, wir planen, das gefundene Mammut zu klonen. Ob das möglich ist, werden die Analysen von Blut und Gewebe zeigen", sagte Sergej Fjodorow vom Mammut-Museum gestern in Jakutien der Agentur Interfax. Andere Forscher äußersten sich dazu aber skeptisch.

Alle bisher gefundenen Überreste hätten nicht geholfen, dem Ziel einer "Wiedergeburt des Mammuts" näherzukommen, sagte der Wissenschaftler Semjon Grigorjew vom Labor des Museums. In Sibirien werden im auftauenden Permafrost immer wieder gut erhaltene Mammute gefunden. Besonderheit bei den jetzt entdeckten rund 10 000 Jahre alten Überresten eines Mammutweibchens sei der gute Zustand.

Die Wissenschaftler der Nord-östlichen Föderalen Universität arbeiten nach eigener Darstellung mit Klon-Experten der südkoreanischen Biotechnologie-Stiftung Sooam zusammen. "Wir schließen nicht aus, dass das Gewebe aus dem nun gefundenen Mammut dabei hilft, die Frage des Klonens zu lösen", sagte Grigorjew.

Wissenschaftler in Moskau bleiben jedoch skeptisch, ob dies je gelingen könne. "Die Wissenschaft lebt von Visionen. Im Moment aber ist die Wiedergeburt eines Mammuts ein Wunschtraum", sagte der Mammut-Experte Jewgeni Maschtschenko vom Paläontologischen Institut der Akademie der Wissenschaften. Auch sein Kollege Sergej Saweljew von der Russischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften sieht keine Erfolgsaussichten. "Nein, das ist unmöglich", sagte der Experte, der in Moskau gerade das erste überhaupt gefundene Gehirn eines Mammuts untersucht.

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