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Werneck in Bayern : Neue Autobahnbrücke stürzt teilweise ein - ein Toter und elf schwer Verletzte

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Ein Teilstück stürzte auf einer Länge von 40 Metern ein. Mehrere Menschen wurden zudem schwer verletzt.

shz.de von
erstellt am 16.Jun.2016 | 12:29 Uhr

Werneck | Der Neubau einer Brücke für die vielbefahrene Autobahn 7 ist in Unterfranken eingestürzt und hat einen Bauarbeiter in den Tod gerissen. Zudem gibt es elf schwer Verletzte. Das teilten Polizei und Bayerisches Rotes Kreuz (BRK) am Donnerstag übereinstimmend mit. Zunächst war von „mehreren“ Toten die Rede gewesen. Unklarheit gibt es noch zur Zahl der Leichtverletzten: Während das BRK die Zahl von zehn Leichtverletzten nannte, sprach die Polizei von nur drei leicht verletzten Bauarbeitern und einem Schaulustigen, der mit seinem Motorrad gestürzt sei.

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, handelt es sich bei dem Toten um einen 38 Jahre alten Mann aus Kroatien. Unterdessen wurde auch bekannt, welche Baufirma den Neubau der Brücke für die A7 ausführt. Wie die Firma der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, führt das Unternehmen Max Bögl im Auftrag der Autobahndirektion Nordbayern die Bauarbeiten aus. Eine Sprecherin der Firma aus Neumarkt in der Oberpfalz wollte sich zunächst nicht weiter äußern, kündigte aber eine Erklärung an.

Rettungshubschrauber sowie Hundestaffeln waren nach dem Brückeneinsturz im Einsatz. Hinzu kamen mehr als 150 Helfer von Rettungsdienst, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk. Die Polizei richtete ein Info-Telefon für Angehörige ein.

Die Baustelle sei inzwischen gesichert, sie werde nun behandelt „wie ein Tatort, an dem nichts verändert werden kann“, sagte ein Sprecher der Polizei in der Nacht zum Donnerstag. Nachdem der Rettungseinsatz am Mittwochabend beendet worden ist, gehen die Ermittler davon aus, dass sich unter den Trümmerteilen keine Menschen mehr befinden.

Insgesamt arbeiteten 20 Arbeiter auf der Baustelle. Die Fahrbahn des neuen Brückensegments stürzte rund 20 Meter in die Tiefe. Dabei stürzte auch ein Baugerüst ein. Das Unglück ereignete sich direkt über einer Landstraße, die unter der Brücke entlang führt. Ob dort Autos fuhren, als das Brückenteil herabstürzte, war zunächst unklar.

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zeigte sich sehr betroffen über das Unglück. „Den Angehörigen spreche ich mein tiefstes Beileid aus. Den Verletzten wünsche ich eine schnelle Genesung“, sagte er nach Mitteilung seines Ministeriums.

Die betroffene Talbrücke Schraudenbach nahe Werneck zwischen der Raststätte Riedener Wald und dem Kreuz Schweinfurt/Werneck ist etwa 50 Jahre alt und gilt als marode. Sie soll abgerissen und neu errichtet werden. Der Verkehr auf der Autobahn 7 sei von dem Unglück nicht direkt betroffen, da er noch über die alte Brücke laufe, sagte die Polizei. Wegen Schaulustiger sei ein Stau entstanden, es bestehe jedoch keine Gefahr für den laufenden Verkehr. Am Donnerstagmorgen lief dieser auf der vielbefahrenen Autobahn 7 wieder normal ab.

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