Berlin-Buch : Neonazi-Angriff: Rechte Gewalt gegen Flüchtlingsheim-Eröffnung

Unbekannte rufen Parolen und verletzen einen Wachmann. Ende der Woche soll ein weiteres Containerdorf für Flüchtlinge eröffnet werden.

shz.de von
21. April 2015, 13:36 Uhr

Berlin | Kurz vor der Eröffnung der zweiten Berliner Containersiedlung für Flüchtlinge haben dort drei Neonazis Wachleute angegriffen. Laut Polizei riefen drei Männer am Montagabend vor dem Zaun um die Container im Stadtteil Buch ausländerfeindliche Parolen. Sie versuchten, den Zaun an der Karower Chaussee zu öffnen und warfen einem Wachmann eine Bierflasche an den Kopf. Die Angreifer, die laut Polizei zur rechtsradikalen Szene gehören, hinterließen Flugblätter.

Die Containersiedlung für insgesamt 480 Asylbewerber soll Ende dieser Woche eröffnet werden. Insgesamt will der Senat sechs solche Anlagen errichten. Bisher gibt es ein Containerdorf in Köpenick. Dort wohnen knapp 400 Flüchtlinge. Gegen die Bauten gab es im Winter zahlreiche Demonstrationen, an denen auch viele Rechtspopulisten und Neonazis teilnahmen. Die Sicherheitsleute hatten die Aufgabe, die noch unbewohnte Siedlung zu bewachen.

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