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Hassverbrechen orthodoxer Juden : Nach Messerattacke auf Schwulenparade: Israel trauert um 16-Jährige

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Auf sechs Menschen stach ein 40-Jähriger am Donnerstag ein. Eine Jugendliche erlag am Sonntag ihren Verletzungen. Netanjahu kündigt Konsequenzen an.

Tel Aviv | In Israel haben Hunderte Menschen der 16-Jährigen gedacht, die nach einer Messerattacke bei einer Schwulen- und Lesbenparade in Jerusalem gestorben ist. In mehreren Orten versammelten sich am Sonntagabend Trauernde und zündeten Kerzen an.

Ein ultraorthodoxer Jude hatte bei der Parade am Donnerstag trotz massiver Sicherheitsvorkehrungen sechs Menschen niedergestochen, darunter die 16-Jährige. Sie erlag am Sonntag ihren schweren Verletzungen.
Der 40-Jährige war nach Polizeiangaben bereits nach einem ähnlichen Angriff auf die Schwulenparade vor zehn Jahren festgenommen worden. Nach der Attacke im Jahr 2005 war er zu einer zwölfjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Nach Verbüßung von zehn Jahren dieser Strafe war er vor rund drei Wochen aus dem Gefängnis entlassen worden.


Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach der Familie des Opfers sein Beileid aus. „Wir werden nicht zulassen, dass dieser abscheuliche Mörder die grundlegenden Werte der israelischen Gesellschaft untergräbt“, hieß es in einem Kondolenzschreiben.

Am Freitag erschütterte ein weiterer Anschlag das Land: Militante Siedler hatten das Haus einer palästinensischen Familie im Westjordanland angezündet. Ein 18 Monate altes Kind starb an Brandverletzungen, weitere Familienmitglieder wurden lebensgefährlich verletzt.

Netanjahu kündigte bei einer Kabinettssitzung am Sonntag eine Politik der „Null Toleranz“ gegen Hassverbrechen an. „Wir sind entschlossen, mit aller Kraft gegen das Phänomen des Hasses, des Fanatismus und des Terrorismus von jeglicher Seite anzukämpfen“, sagte er.

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erstellt am 03.Aug.2015 | 08:25 Uhr

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