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„Der große Schmerz“ und „Fegefeuer“ : Nach Kritik am Tatort: Til Schweiger lässt Dampf ab - mal wieder

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Die „Tatort“-Doppelfolge mit Schweiger kommt bei Kritikern und Fans nicht gut an. Der Schauspieler äußert sich auf Facebook - und bekommt dafür noch mehr Kritik.

shz.de von
erstellt am 04.Jan.2016 | 14:26 Uhr

Schauspieler Til Schweiger ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Egal ob Hater in den sozialen Netzwerken oder Kritik an seinen Freunden oder Filmen, Schweiger kontert in gewohnt scharfem Ton. Jüngstes Beispiel ist sein letzter Facebook-Post vom 4. Januar. Kurz nach der Ausstrahlung des zweiten Teils „Fegefeuer“ lobte der Schauspieler seinen Regisseur Christian Alvart - und holte zum Rundumschlag gegen Kritiker und Tatort-Macher aus. 

Zitat Schweiger: „andere verschwenden das Budget für zwei moppelige Kommissare, die ne Currywurst verspeisen“. Damit dürften seine Kölner Kollegen Max Ballauf und Freddy Schenk gemeint sein.  Schweiger weiter: „Ich, Til Schweiger, feier dich jetzt mal richtig derbe ab!!! Weil.... ich als Filmemacher/Schauspieler/Produzent/Writer/Cutter/Composer.... viel mehr Ahnung.... ich habe viiiieel mehr Ahnung von der Craft( Materie)....KUNST.... als die meisten von diesen Trotteln, die darüber schreiben!!!!.... Wenn sie ehrlich wären, würden sie zugeben, dass du was aussergewöhnliches geschaffen hast!! Das kriegen sie aber nicht hin, weil sie schwach und klein sind!“

Christian Alvart- was hast du gemacht?! Ich sage , du hast ein Stueck deutsche Fernsehgeschichte geschaffen!...

Posted by Til Schweiger on  Sonntag, 3. Januar 2016

Sieben Stunden nach dem Post gab es bereits 404 Kommentare (Stand 8.11 Uhr) darunter.

Bei den meisten kommt der Rundumschlag nicht gut an.

„Non-stop Action ist natürlich ein totales, unbestechliches Qualitätskriterium, ebenso 'wenig Gelaber'. Du hast die großkotzigen Seitenhiebe auf die anderen Tatorte doch gar nicht nötig, auf jeden Fall wirkt das wenig souverän und unsympathisch“, schreibt Michael Böcher und bekommt dafür 185 Likes.

Andere Fans verstehen Schweigers Post als Angriff gegen andere Schauspiel-Kollegen: „Aber warum musst Du schlecht über andere Tatort Kommissare schreiben? Das finde ich relativ erbärmlich. Damit hast Du den positiven Gesamteindruck für mich wieder zerstört. Aber was soll's - meine Meinung wird Dir sicher eh egal sein.“

Jana No schreibt: „Ich habe den Tatort nicht gesehen und auch früher kaum einen Tatort geschaut. Es kann sein, dass die jetzigen besser sind oder auch nicht. Darum geht es mir hier auch nicht. Ich finde die Art, über andere Regisseure oder Schauspieler zu lästern ('moppelige Kommissare die ne Currywurst verspeisen' , 'dummes Zeug gelabert') oder über andere Menschen ('Trottel') zu sprechen, gar nicht toll und angemessen. Man kann Kritik äußern aber andere schlecht machen, finde ich persönlich gar nicht korrekt.“

Allerdings gibt es auch Zustimmung für den Schauspieler: „Deutschland bleibt das Land der Neider, was für ein wahrer Satz“, meint Martin Tritschler.

Auf Twitter geht die Kritik an der Tatort-Folge unterdessen weiter.

Bereits vor der Ausstrahlung hatte es viel Aufregung gegeben. Nach den Terroranschlägen von Paris verschob die ARD die Sendetermine der Krimis, bei denen es um Terrorangriffe geht. Sie wurde 1. Januar („Der große Schmerz“) ausgetrahlt. Am Sonntag (3. Januar, „Fegefeuer“) geht es um 20.15 Uhr in der ARD weiter. Der dritte Teil der „Tatort“-Trilogie mit dem Titel „Off Duty“ soll zuerst am 4. Februar im Kino, später im Fernsehen zu sehen sein.

In der Trilogie kämpft Nick Tschiller alias Schweiger gegen einen kriminellen Clan in Hamburg, der seine Ex-Frau und Tochter entführt, um den Clanchef aus dem Gefängnis zu befreien.

Das Publikum zeigt den Schweiger-„Tatorten“ zunehmend die kalte Schulter. Die Zuschauerzahlen für die „Tatorte“ mit Schweiger gehen zurück. Den ersten Fall 2013 sahen 12,74 Millionen, der vierten Fall am Sonntag interessierte nur noch 7,69 Millionen.

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