Unterschiedliche Vorhersagen : Nach Hitze und Gewittern: Das Wetter bleibt unberechenbar

<p>Teilweise soll es wieder zu heftigen Niederschlägen kommen. </p>

Teilweise soll es wieder zu heftigen Niederschlägen kommen.

Nach den teils heftigen Unwettern in den vergangenen Tagen kann der Deutsche Wetterdienst nur bedingt Entwarnung geben.

shz.de von
03. Juni 2018, 12:32 Uhr

Offenbach | Nach den turbulenten Tagen Ende Mai und Anfang Juni bleibt das Wetter unberechenbar. Einige Regionen Deutschlands seien trocken, andere weiter von teils heftigen Gewittern betroffen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Samstag in Offenbach mit. Am Sonntag werde der Himmel vom Nordwesten bis zur Lausitz bewölkt, im Rest Deutschlands oft sonnig sein. Im Tagesverlauf soll es dann etwas wolkiger werden. Die Temperaturen erreichen im Norden und in der Mitte Höchstwerte von 21 bis 25 Grad, im Süden und Osten steigen die Werte bis 27 Grad.

In den vergangenen Tagen hatte es vielerorts heftig geregnet und gewittert. In zahlreichen Regionen machte auch extreme Wärme den Menschen zu schaffen. Die Hitzewelle mit teilweise mehr als 30 Grad hinterließ zudem bei einer Reihe von Straßen Schäden an der Betondecke. Betroffen war unter anderem die Autobahn 1 zwischen Bad Oldesloe und dem Autobahnkreuz Bargteheide. Dort mussten alle drei Spuren sowie der Standstreifen saniert werden. Sogenannte Blow-ups entstehen auf Beton. Können sich etwa nebeneinander liegende Betonplatten bei Hitze nicht ausreichend ausdehnen, schieben sie sich zuweilen übereinander. Dadurch kann die Fahrbahn gesprengt werden.

Zum Start ins Wochenende sorgten Gewitter für Abkühlung – aber auch für zahlreiche Feuerwehreinsätze. So gerieten in Niedersachsen zwei Häuser nach Blitzeinschlägen in Brand. Verletzt wurde niemand, alle Bewohner konnten sich ins Freie retten. In Berlin und Brandenburg wurde an den Flughäfen Tegel und Schönefeld wegen eines Unwetters der Betrieb vorübergehend eingestellt. Fast 70 Flüge fielen aus, 250 Verbindungen verspäteten sich. Auch am Samstag kam es wegen eines Gewitters in Berlin-Schönefeld zu Problemen.

In Sachsen und Sachsen-Anhalt liefen am Samstag in mehreren Orten nach kräftigen Regenfällen die Aufräumarbeiten. Stark betroffen waren laut DWD das Osterzgebirge, Teile der Lausitz sowie der Raum Dresden. Die Einsatzkräfte mussten vor allem Keller und Tiefgaragen leer pumpen. Zu heftigen Regenfällen kam es auch in Halberstadt. „Dort gibt es voraussichtlich auch schwere Schäden“, sagte ein Sprecher von der Leitstelle der Feuerwehr Ostsachsen.

Im nordrhein-westfälischen Soest pumpte die Feuerwehr auch am Samstagmorgen noch Keller leer. „Ansonsten steht heute Großreinemachen auf dem Programm“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. In der Stadt waren Straßen überflutet, zahlreiche Keller liefen teils bis zur Decke voll.

Auf der Bahnstrecke zwischen Leichlingen und Opladen stieß am Morgen ein Zug mit einem umgestürzten Baum zusammen. Deswegen kam der Regionalverkehr vorläufig zum Erliegen. Auch die Fernverbindung zwischen Köln und Wuppertal war betroffen. Wenig später war ein Gleis aber wieder befahrbar.

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