Autobahn in Dänemark : Nach Betonklotz-Wurf: Mutter wird obduziert

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Diesen Stein fand die Polizei am Tatort.

Die Ermittlungen nach dem Familien-Unglück auf der E45 laufen auf Hochtouren. Bauunternehmen sollen ihre Lager prüfen.

shz.de von
23. August 2016, 11:30 Uhr

Odense | Die bei einem Betonklotz-Wurf auf einer dänischen Autobahn getötete Deutsche soll am Dienstag obduziert werden. So wollten die Ermittler die genaue Todesursache feststellen, erklärte die Polizei auf der Insel Fünen, wo sich das Unglück am Sonntag abgespielt hatte.

Die 33-jährige Frau war auf dem Rückweg aus einem Schweden-Urlaub ums Leben gekommen, als ein 30 Kilo schwerer Betonklotz das Auto ihrer Familie traf. Die Frau aus Recklinghausen in Nordrhein-Westfalen hatte sich hinter ihren Mann auf die Rückbank gesetzt - neben ihren fünfjährigen Sohn - und genau das wurde ihr womöglich zum Verhängnis. Denn plötzlich krachte am Sonntag ein gewaltiger Betonklotz auf den Wagen der Familie, heruntergeworfen von einer Brücke. Der 30 Kilo schwere Brocken tötete die Mutter auf der Stelle. Ihr 36 Jahre alter Mann wurde schwer verletzt. Am Montag lag er noch im Koma. Der kleine Junge bekam wie durch ein Wunder aber nur ein paar Schrammen ab.

Nach den Tätern fahndet die Polizei noch. Bauunternehmen und Maurer sollen nun ihre Lager überprüfen, um herauszufinden, ob die Betonfliesen möglicherweise aus ihren Beständen stammen. Gegen die Unbekannten wird wegen vorsätzlicher Tötung ermittelt.

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