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Erstaufnahmeeinrichtung in Unna : Mutmaßlicher IS-Terrorist: Verdacht „allenfalls sehr vage“

vom
Aus der Onlineredaktion

Ein 31-jähriger Mann soll für den IS gearbeitet haben - behauptet eine Seite im Internet. Doch der Verdacht sei „allenfalls sehr vage“.

shz.de von
erstellt am 18.Dez.2015 | 13:54 Uhr

Unna | Ein kurzzeitig wegen Terrorverdachts festgenommener Flüchtling aus Unna ist wieder frei. Dem 31-jährigen Syrer war auf einer arabischsprachigen Internetseite vorgeworfen worden, für die Terrormiliz IS gearbeitet zu haben. Daraufhin wurde er am Donnerstag festgenommen, am gleichen Tag aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Der Wahrheitsgehalt dieser Behauptung könne nicht überprüft werden, sagte der Dortmunder Staatsanwalt Henner Kruse am Freitag. Der 31-Jährige habe bestritten, Mitglied des IS zu sein.

Die Behörden könnten eine Mitgliedschaft nicht belegen. „Der Verdacht ist allenfalls sehr vage“, sagte Kruse weiter. Auf solchen Internetseiten würden wohl viele Leute denunziert. Dies sei nicht unüblich. Dem Bundeskriminalamt sei die betreffende Seite unbekannt. Nun soll unter anderem die Quelle dieser Seite ermittelt werden.

Kruse geht davon aus, dass der 31-Jährige wieder zu seinen Familienangehörigen in einer Flüchtlingsunterkunft zurückgekehrt sei. Er habe angegeben, erst vor 20 Tagen nach Deutschland gekommen zu sein.

Bild.de hatte zuvor berichtet, der Mann habe für die Finanzabteilung des IS gearbeitet.

 

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