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Neue Flüchtlingstragödie im Mittelmeer : Mindestens 35 Menschen vor türkischer Küste ertrunken

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Auf dem Weg nach Lesbos sind zwei Boote mit Flüchtlingen im Meer gesunken. Unter den Toten sind erneut Kinder.

shz.de von
erstellt am 08.Feb.2016 | 14:08 Uhr

Istanbul | Beim Untergang von zwei Flüchtlingsbooten sind in der türkischen Ägäis mindestens 35 Menschen ertrunken, darunter mehrere Kinder. Vier Migranten seien gerettet worden, berichtete die Nachrichtenagentur DHA am Montag. Ein Boot sei von der Küste des westtürkischen Bezirks Edremit aus gestartet, das zweite weiter südlich vom Bezirk Dikili bei Izmir. Ziel sei die nur wenige Kilometer entfernt liegende griechische Insel Lesbos gewesen. Zur Nationalität der Flüchtlinge machte DHA zunächst keine Angaben.

Erst Ende Januar waren bei der Überfahrt eines Flüchtlingsbootes in der Ägäis zehn Kinder ums Leben gekommen, nach dem das Schiff kenterte. Auf der Flucht vor Elend und Krieg sind allein im Januar laut Vereinten Nationen 344 Menschen im Mittelmeer ums Leben gekommen.

Die Türkei hat nach eigenen Angaben rund 2,5 Millionen Flüchtlinge alleine aus dem Bürgerkriegsland Syrien aufgenommen. Viele Migranten wagen trotz schlechter Wetterbedingungen die gefährliche Überfahrt nach Griechenland.

Bundeskanzlerin Angela Merkel traf sich am Montag mit der türkischen Führung, um über die Flüchtlingskrise zu sprechen. Die Türkei hatte der EU Ende vergangenen Jahres zugesagt, die Grenzen besser zu schützen. Im Gegenzug hat die EU der Türkei mindestens drei Milliarden Euro für die Versorgung der Flüchtlinge versprochen.

 

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