Nahe der Hauptstadt Algier : Mindestens 257 Tote bei Flugzeugabsturz in Algerien

Das Wrack der abgestürzten Maschine nahe des Boufarik Militärflughafens.

Das Wrack der abgestürzten Maschine nahe des Boufarik Militärflughafens.

Was der Grund für den Absturz war, ist noch unklar. Es soll sich um eine Maschine russischer Bauart handeln.

shz.de von
11. April 2018, 11:33 Uhr

Algiers | Bei dem Absturz eines Militärflugzeuges in Algerien sind dem TV-Sender „Ennahar“ zufolge mindestens 257 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien neben den Insassen auch zehn Crew-Mitglieder. Das staatliche Fernsehen des Landes stützte sich hingegen auf Angaben des Zivilschutzes, wonach 105 Menschen ums Leben kamen. Berichten zufolge sollen sich 200 Armeeangehörige an Bord des Flugzeugs vom Typ Iljushin 76 befunden haben.

Die Transportmaschine vom Typ Iljuschin verunglückte am Mittwoch Medienberichten zufolge nahe der Hauptstadt Algier. Den Angaben zufolge stürzte die Maschine russischer Bauart kurz nach dem Start in der Provinz Blida im Norden des Landes ab. Die Absturzursache war zunächst unklar.

Absturz
Anis Belghoul/AP/dpa

Feuerwehrleute und Mitarbeiter für zivile Sicherheit sind an der Absturzstelle eines Militärflugzeugs im Einsatz.

 

„Ennahar“ zeigte Bilder von aufgereihten Leichen auf einer Wiese nahe der Unglücksstelle. Die Maschine war am Mittwoch Medienberichten zufolge nahe der Hauptstadt Algier abgestürzt. Die Absturzursache war zunächst unklar.

Lokale Medien berichteten am Mittwoch, die Maschine sei in der Provinz Blida im Norden des Landes verunglückt. Auch die Nachrichtenagentur APS bestätigte den Absturz etwa 30 Kilometer im südlich von Algier nahe der Luftwaffenbasis Boufarik.

Weitere gesicherte Informationen gab es zunächst nicht. Das Verteidigungsministerium teilte mit, der Generalsstabschef der algerischen Armee habe den Angehörigen der Opfer sein Beileid ausgesprochen. Er sei zur Absturzstelle gefahren, um sich selbst ein Bild von der Situation zu machen.

Fernsehbilder zeigten Flugzeugteile, aus denen Rauch stieg, und Rettungswagen auf einem Feld. Ein Video soll die Absturzstelle zeigen.

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