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Rettungsaktion in Florida : Menschenkette rettet zehn Menschen vor dem Ertrinken

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Zehn Personen werden im Golf von Mexiko von der Strömung mitgerissen. Dutzende begeben sich in Gefahr, um sie zu retten.

shz.de von
erstellt am 13.Jul.2017 | 09:42 Uhr

Panama City | Dramatische Rettungsaktion am Strand von Panama City (US-Bundesstaat Florida): Unweit des Ufers waren am vergangenen Samstag insgesamt zehn Menschen so stark von der Strömung im Golf von Mexiko erfasst worden, dass sie es aus eigener Kraft nicht mehr aus dem Wasser schafften. Sechs dieser zehn Personen gehörten einer Familie an – darunter auch zwei Kinder, berichtet die „Washington Post“.

Jessica und Derek Simmons, die zu dieser Zeit am Strand ein Picknick machten, bemerkten, dass sich die Schwimmer in Lebensgefahr befanden. „Diese Menschen ertrinken heute nicht. Wir bekommen sie daraus“, dachte sich Jessica Simmons in diesem Moment. Das erzählte sie anschließend in einem Interview mit der Zeitung „Panama City News Herald“. Zuvor hatten es bereits andere Strandbesucher probiert, die Personen zu retten – doch angesichts der starken Strömung ohne Erfolg. Auch ein Rettungsschwimmer sei demnach nicht vor Ort gewesen.

Jessica und Derek Simmons schlugen anschließend vor, eine Menschenkette zu bilden, um die Schwimmer aus dem Meer zu bekommen. Rund 80 weitere Strandgäste schlossen sich dem Aufruf an und nahmen sich im Meer bei der Hand. Sie verschränkten zudem die Beine ineinander, um nicht selbst von den Fluten mitgerissen zu werden. Um die 90 Meter soll die Kette lang gewesen sein.

Laut „Washington Post“ befanden sich einige Menschen darunter, die noch nicht einmal schwimmen konnten, sich aber dennoch in eine mögliche Gefahr begaben, um den anderen zu helfen. Mit Erfolg: Der Menschenkette gelang es schließlich, die zehn Personen innerhalb einer Stunde aus dem Meer zu retten. So auch eine 67-Jährige, die im Meer wegen der Aufregung und der Erschöpfung einen Herzinfarkt erlitten hatte und bewusstlos war. Ihr Zustand soll aber stabil sein.

 

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