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Mumie in der Mongolei : Meditierender Mönch: 200 Jahre alt und noch am Leben?

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Experten sind der Meinung: Der Mönch aus der Mongolei ist nicht tot, sondern in tiefster Meditation.

shz.de von
erstellt am 02.Nov.2015 | 12:15 Uhr

Ulaanbaatar | Es ist ein kurioses Bild, das die britische Tageszeitung „Mirror“ veröffentlicht hat. Es zeigt den mumifizierten Körper eines ungefähr 200 Jahre alten Mönchs in der Mongolei. Laut Forensikern soll der Mönch allerdings nicht tot sein, sondern sich lediglich in einer „sehr tiefen Meditation“ befinden – dem Bewusstseinszustand „Tukdam“. Diese bezeichnet die letzte Stufe, bevor der Geistliche ein echter Buddha werden würde. Diese erreiche man nach rund drei Wochen.

Im Buddhismus ist das Werden zum Buddha die höchste Form der Spiritualität. Allein in Indien sind in den letzten 50 Jahren 40 derartige Mumien meditierender tibetischer Mönche gefunden worden.

Laut „Mirror“-Bericht sei der Mönch in einem Lotus-Sitz gefunden worden. Die rechte Hand predigend, die linke geöffnet. Demnach würde er sich in besonders tiefer Medidation befinden. Sein Köfper sei allerdings in Tierhaut konserviert. Im „Tukdam“ schrumpfe der Körper zusammen, nur Haare, Nägel und Knochen würden übrig bleiben.

Bereits jetzt wird spekuliert, ob es sich bei dem Mönch um den Meister eines Lamas namens Dorzho Itigilow handelt. Itigilow zieht seit 2002 Millionen Pilger ins Kloster Ivolginsk in der russischen Republik Burjatien. Der Mönch ist laut herkömmlicher Vorstellung bereits seit 1927 tot. Für viele Buddhisten ist er weiterhin am Leben. Itigilow hatte vor seinem Tod darum gebeten, ihn nach 30 Jahren wieder aus seinem Grab zu holen. Doch erst 2002 wurde der im Lotussitz in einer Holzkiste begrabene Mönch exhumiert. Itigilows Körper war kaum verwest, das Gewebe weich und die Gelenke elastisch. Laut Zeugen soll Itigilow sogar auf seine Umgebung reagieren und ab und an die Augen und den Mund öffnen – er sei lebendig. Um eine wissenschaftliche Erklärung für das Phänomen zu finden, müsste der Körper jedoch freigegeben werden. Dies lehnen die Mönche in Ivolginsk ab.

Der Mönch wurde bereits am 27. Januar in einer Provinz in der Mongolei gefunden. Die Mumie sei laut Polizei jedoch in einem anderen Teil des Landes gestohlen worden und sollte auf dem Schwarzmarkt verkauft werden. Ein 45-Jähriger wurde festgenommen. Den Mann erwartet eine hohe Geldstrafe oder ein Gefängnisaufenthalt zwischen fünf und zwölf Jahren. Das Schmuggeln von Kulturerbe ist in der Mongolei strafbar.

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