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Flüchtlings-Debatte : Mario Adorf auf Distanz zu Til Schweiger - „dünnhäutig und motzig“

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Mario Adorf hat seinen Kollegen Til Schweiger für dessen Umgang mit seinem geplanten Flüchtlingsheim kritisiert.

Der Schauspieler Mario Adorf (84) hat seinen Kollegen Til Schweiger (51) für dessen Umgang mit seinem geplanten Flüchtlingsheim im Harz kritisiert. „Dass ein prominenter Künstler den Flüchtlingen helfen will, finde ich großartig. Til Schweiger hat aber leider die unglückliche Gabe, sich mit seinem dünnhäutigen, motzigen Auftreten nicht beliebt zu machen“, sagte Adorf im Interview der „Stuttgarter Zeitung“.

Schauspieler Til Schweiger (51) will sich persönlich in der Hilfe für Flüchtlinge engagieren und in Niedersachsen eine vorbildliche Unterkunft bauen. „Ich werde mit Freunden zusammen ein Flüchtlingsheim aufbauen“, sagte der Schauspieler und Regisseur. Anfang 2014 haben die Freunde demnach die Rommel-Kaserne in Osterode im Harz gekauft. „Wir wollen ein Vorzeige-Flüchtlingsheim bauen. Und ich werde eine Stiftung für traumatisierte Kinder gründen.“

Statt eine Welle der Sympathie zu erzeugen, führe Schweiger mit seinen Polemiken „nur zu neuen Polarisierungen“. Damit rufe er jene fremdenfeindlichen Menschen auf den Plan, „die er eigentlich mundtot machen will“. Schweiger plant im Harz eine Unterkunft für Flüchtlinge. Das Projekt ist jedoch ins Stocken geraten.

Adorf hält es für „entsetzlich“, dass in Deutschland Flüchtlingsheime brennen. Er habe es in den Jahren nach dem Krieg für ausgeschlossen gehalten, dass es hier jemals wieder Nazis geben könnte nach all den Morden an unschuldigen Menschen in Konzentrationslagern. „Leider hatte ich unrecht.“

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erstellt am 07.Sep.2015 | 16:46 Uhr

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