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Anti-Piraten-Mission : Marine sagt U-Boot-Einsatz vor Somalia ab

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Medien berichten von technischen Mängeln, die zur Absage führten. Das Marineamt dementiert.

Kiel/Rostock | Die Deutsche Marine wird nun doch nicht mit einem U-Boot an der Anti-Piraten-Mission vor der Küste Somalias beteiligen. „Der Einsatz von ,U34‘ von März bis August wurde aus operativen Gründen abgesagt“, sagte ein Sprecher des Marinekommandos am Dienstag in Rostock. Grund seien die Belastungen mit dem Anti-IS-Einsatz und der Operation „Sophia“ im Mittelmeer gegen Schleuser. Vor Somalia würden nun lediglich die Fregatte „Bayern“ und der Tanker „Spessart“ zum Einsatz kommen.

Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten“ (Dienstag) berichtet, zu der Entscheidung hätten vor allem technische Gründe geführt. Für den Einsatz des Bootes in den tropischen Gewässern wäre eine Anpassung der Klimatechnik notwendig gewesen. Da ein Großteil der Kühlung auf den deutschen U-Booten mit Seewasser erfolgt, sinke bei Temperaturen nahe 30 Grad Celsius deren Leistungsfähigkeit. Erst in den Booten „U35“ und „U36“ seien neue Kühlsysteme ohne Tropenprobleme im Einsatz.

Das Marineamt betonte dagegen, die Entscheidung habe „nichts mit irgendwelchen technischen Gründen zu tun“. Die EU habe für den Einsatz vor der Küste Somalias ohnehin nur zwei Einheiten angefragt. „Das U-Boot wäre nach ursprünglicher Beratung dazugekommen“, sagte der Sprecher.

 

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erstellt am 02.Feb.2016 | 11:14 Uhr

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