zur Navigation springen

Niedersachsen : Mann fährt mit Auto in Rathaus von Verden – Hintergründe unklar

vom
Aus der Onlineredaktion

Ein Autofahrer rast in das Rathaus der niedersächsischen Kleinstadt. Einen Terroranschlag schließt die Polizei aus.

shz.de von
erstellt am 09.Apr.2017 | 12:49 Uhr

Verden | Der Mann, der am Sonntagmorgen mit einem Auto in das Rathaus der niedersächsischen Kleinstadt Verden gefahren ist, hatte eine Gasflasche dabei. Es handelt sich nach Angaben der Polizei um eine gefüllte Elf-Kilo-Propangasflasche. Nach dem Aufprall des Wagens an dem gläsernen Foyer war ein Feuer ausgebrochen. Wegen der Hitze im brennenden Auto trat laut Feuerwehr durch ein Überdruckventil schon etwas Gas aus. Zu einer Explosion war es aber nicht gekommen.

 „Einen Terroranschlag schließen wir aus“, sagte ein Polizeisprecher. Vermutlich richte sich der Angriff gegen die Behörde. Der 47 Jahre alte Mann aus Verden wurde festgenommen. Er war gegen 8 Uhr durch die geschlossenen Türen ins Glasfoyer des Rathauses gefahren.

<p>Der Mann fuhr in das Glasfoyer des Gebäudes.</p>

Der Mann fuhr in das Glasfoyer des Gebäudes.

Foto: Telenewsnetwork/TNN/dpa
 

Als Polizei und Feuerwehr eintrafen, war bereits ein Brand ausgebrochen, wie der Sprecher berichtete. „Die Flammen breiteten sich auf angrenzende Räume im Erdgeschoss aus.“ Erst etwa eineinhalb Stunden später gelang es den Rettungskräften, das Feuer zu löschen. Inwieweit auch das Obergeschoss betroffen war, konnten die Beamten zunächst noch nicht sagen.

Die Polizei nahm den Angreifer fest. Nach ersten Einschätzungen entstand ein Schaden im Millionenbereich. Aufnahmen vom Schauplatz des Geschehens zeigten ein völlig ausgebranntes Autowrack vor dem Rathaus der Kreisstadt mit knapp 27.000 Einwohnern.

„Der 47-jährige Täter ließ sich noch am Tatort widerstandlos von der Polizei festnehmen“, teilte die Polizei weiter mit. „Die detaillierte Motivlage ist noch unklar, liegt nach bisherigen Ermittlungen eher im persönlichen Bereich.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen