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Modekette im Shitstorm : Mango und die „Nazi-Bluse“

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Aus der Onlineredaktion

Sind das wirklich nur Blitze auf der Bluse? Die Modekette Mango bringt im Netz Kritiker gegen sich auf. Das Muster ist nicht das einzige Problem.

Schwarze Blitze auf einer weißen Bluse - nur ein Muster? Der Modekonzern Mango sieht das so, andere erkennen das Symbol der SS im Nationalsozialismus auf dem Kleidungsstück. Das Symbol der „Schutzstaffel“ besteht aus zwei blitzförmigen Siegrunen, die an den Buchstaben S erinnern. Das Symbol ist verfassungsfeindlich - und verboten. In den sozialen Netzwerken reagieren viele mit Spott auf das Angebot - und mit Fassungslosigkeit.

Doch damit ist der Blusen-Fauxpas noch nicht erledigt. Im Mango-Online-Shop wird auch eine passende Hose angeboten - und das ganze als „Total Look“ verkauft. Diese Bezeichnung erinnert Twitter-Nutzer an die Rede von Propaganda-Minister Joseph Goebbels am 18. Februar 1943 im Berliner Sportpalast, in der er die Massen fragte: „Wollt ihr den totalen Krieg?“

Auch Martin Sonneborn verbreitet die Kunde von der „Nazi-Bluse“.

Mango ist mit seinem Shitstorm nicht allein. Vor einigen Wochen war die Aufregung groß, als die Modekette Zara ein "Sheriff"-T-Shirt für Kinder anbot, das an die Sträflingskleidung in Konzentrationslagern erinnerte - inklusive Judenstern. Das Unternehmen entschuldigte sich und nahm das Shirt aus dem Programm.

Mango erklärte gegenüber „Bild“: „In dieser Linie gibt es zwei andere Modelle, deren Druckmotive aus Herzen und Sternen bestehen. Beim Printmuster der Bluse Rayo ist ein individuelles Blitzmuster sichtbar. Mango bedauert die unglückliche Assoziation, die durch das Design dieser Bluse entstanden ist.“

Auch bei Twitter äußert sich die Modekette ähnlich.

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erstellt am 17.Okt.2014 | 12:52 Uhr

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