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Neues Gesetz : Luxemburg regelt Bergbau im Weltraum

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Das Parlament des Großherzogtums verabschiedete eine Vorlage zum Abbau von wertvollen Rohstoffen auf Himmelskörpern.

Luxemburg | Luxemburg regelt als erstes europäisches Land den Bergbau im Weltraum per Gesetz. Das Parlament des Großherzogtums verabschiedete am Donnerstag fast einstimmig eine Vorlage zum Abbau von wertvollen Rohstoffen auf Asteroiden und anderen Himmelskörpern.

Viele der Himmelskörper sind relativ reich an wertvollen Metallen wie Gold, Platin oder Rhodium.  Auch die Erzanteile können deutlich höher liegen als an der Erdoberfläche.

Laut Sprecher des Wirtschaftsministeriums tritt das Gesetz am 1. August in Kraft. Luxemburg sei damit das erste europäische Land mit einem Rechtsrahmen, der Unternehmen gemäß internationalem Recht den Anspruch auf im Weltraum gewonnene Ressourcen garantiere.

Das Gesetz ist notwendig, um den Weltraumvertrag der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1967 quasi ein Stück weit zu umgehen. Dort steht: „Der Weltraum einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper unterliegt keiner nationalen Aneignung.“ Durch den Bergbauvertrag fürs Weltall entsteht nur Eigentum am abgebauten Rohstoff und nicht am Himmelskörper selbst.

Vor Luxemburg hatten 2015 die USA ein ähnliches Gesetz verabschiedet. Das luxemburgische Wirtschaftsministerium stellte Ende 2016 klar, dass das neue Gesetz nicht das Eigentum an Himmelskörpern regeln soll, sondern lediglich das Eigentum an dort abgebauten Materialien.

Eine von dem kleinen EU-Staat ins Leben gerufene Initiative namens Space Resources will Rohstoffe gewinnen, um sie vor allem im All für die Raumfahrt und eine „neue Weltraumindustrie“ zu nutzen. Die beteiligten Unternehmen hoffen auch, Wasserstoff und Sauerstoff als Treibstoff für Raumfahrzeuge im All gewinnen und Astronauten mit auf Asteroiden gefundenem Wasser versorgen zu können. Nach Ansicht von Experten schlummern Rohstoffe mit Milliardenwert in Gesteinen im All.

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erstellt am 13.Jul.2017 | 16:31 Uhr

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