Loveparade-Katastrophe war absehbar

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27. Mai 2013, 03:59 Uhr

Duisburg | Der britische Panik-Forscher Keith Still erhebt nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" in einem Gutachten zur Loveparade-Katastrophe in Duisburg schwere Vorwürfe. Nach dem von der Stadt genehmigten Konzept sei es nicht einmal theoretisch möglich gewesen, den Umzug gefahrlos durchzuführen, berichtete die Zeitung am Samstag. Still ist Professor für Massendynamik und Massenmanagement an der Buckinghamshire New University. Der "SZ" zufolge schreibt er in seinem fast 90-seitigen Gutachten, dass man schon mit einfachen Berechnungen hätte feststellen können, dass die Rampe auf dem Veranstaltungsgelände für die erwartete Besucherzahl viel zu klein gewesen sei. Die Verantwortlichen hätten vorher nicht einmal die erwarteten Besucherströme addiert.

Bei dem Technofest in der Ruhrgebietsstadt waren am 24. Juli 2010 21 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 500 wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 15 Beschuldigte, darunter Mitarbeiter der Stadt Duisburg. Anklage wurde bisher nicht erhoben

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