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Last-Minute-Check: Der Wohnwagen muss auf die Waage

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München (dpa/tmn) - Beim Bepacken des Wohnwagens drohen einige Stolperfallen. Urlauber sollten deshalb vor der Abreise prüfen, wohin sie was räumen dürfen - und vor allem wie viel.

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erstellt am 28.Mai.2013 | 11:33 Uhr

München (dpa/tmn) - Beim Bepacken des Wohnwagens drohen einige Stolperfallen. Urlauber sollten deshalb vor der Abreise prüfen, wohin sie was räumen dürfen - und vor allem wie viel.

Vor dem Camping-Urlaub sollten Reisende einen Sicherheitscheck für ihren Wohnanhänger machen. Das Wichtigste sei, das Gewicht einzuhalten, sagt Lothar Angermund, Camping-Experte beim ADAC. Das zulässige Gesamtgewicht dürfe nicht überschritten werden. Wie schwer der Anhänger nach dem Bepacken ist, überprüfen Camper am besten auf einer Fahrzeugwaage. Oftmals haben Mülldeponien oder Speditionen solche Waagen. Dort können Camper anfragen.

Auch die Stützlast muss passen. «Sie liegt etwa bei 70 Kilogramm», erklärt Angermund. Angaben zur genauen Stützlast sind auf der Deichsel des Caravans zu finden. Camper müssen aber auch die Angabe beim Zugfahrzeug berücksichtigen. Steht auf der Deichsel 100 Kilogramm, aber das Fahrzeug erlaubt nur 70 Kilogramm, hat die Fahrzeug-Angabe Vorrang. «Den niedrigsten Wert darf ich dann nicht überschreiten», sagt Angermund.

Die Stützlast können Camper mit einer Personenwaage aus dem Haushalt messen. Dafür schneiden sie ein Stück Holz auf die Länge zurecht, die zwischen Kupplungsmaul und Boden entsteht, wenn der Wohnwagen auf Anhäng-Höhe gebracht wird. Dann stellen sie das Holzstück auf die Waage und lassen das Kupplungsmaul darauf ruhen.

Das Gepäck im Wohnwagen muss gut gesichert werden: «Schwere Gegenstände auf den Boden», empfiehlt Angermund - und möglichst zur Mitte der Achse. «Je weiter vorne oder hinten von der Achse entfernt, desto schlechter wird das Fahrverhalten», erklärt der Experte. Leichte Sachen wie Kleidung können in die Oberschränke. Frei herumstehen sollte nichts. Stattdessen müssen die Urlauber Gegenstände entweder in die Staufächer packen oder mit Gurten festzurren. Nach dem Beladen gehört der Reifendruck geprüft.

Nicht zuletzt müssen Urlauber die Elektrik testen: Funktionieren die Bremslichter? Und die Blinker? Denn wenn der Caravan länger stehe, könne es zu Korrosion in den Kabeln kommen, sagt Angermund. Um genug Zeit zu haben, kaputte Teile zu ersetzen, sollten Camper den Anhänger schon einige Tage vor der Abfahrt probehalber anhängen und die Lichtanlage prüfen.

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